Quartalsbilanz
NEC verfünffacht Nettoverlust

Der japanische Elektronik-Konzern NEC hat wegen eines schwachen Mobilfunk-Geschäfts und neuer Bilanzstandards den Verlust im Halbjahr mehr als verfünffacht. Zugleich senkte das Management die Gewinnprognose für das Gesamtjahr um 64 Prozent.

HB TOKIO. Dies sei aber vor allem auf die Umstellung auf neue japanische Standards bei der Buchhaltung zurückzuführen, sagte NEC-Vizepräsident Yasuo Matoi am Dienstag. Analysten zeigten sich von den nach Börsenschluss veröffentlichten Nachrichten enttäuscht.

Der Nettoverlust stieg in den sechs Monaten bis Ende September auf umgerechnet 49,1 Mill. Euro (7,43 Mrd. Yen) von 9,7 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sank um 2,5 Prozent auf rund 14,7 Mrd. Euro. Negativ wirkte sich vor allem die Mobiltelefon-Sparte aus, in der die Umsätze um 25,4 Prozent sanken - in Folge weitete sich der operative Verlust dort auf das etwa Zweieinhalbfache aus.

Gleichwohl rechnet der drittgrößte japanische Elektronikkonzern in diesem Jahr nach den Worten Matois weiter mit der Trendwende. Umsatzsteigerungen bei Basisstationen in Japan sowie eine bessere Rentabilität bei Elektrogeräten würden die Verluste ausgleichen. Matoi wiegelte mit Blick auf die gesenkte Prognose ab. „Hätten wir nicht die Bilanzierungs-Standards umgestellt, würden Sie sehen, dass wir im Kerngeschäft im Plan liegen“, sagte er. NEC musste die Standards von US-Regeln auf japanische Bilanzvorgaben ändern, da der Konzern eigenen Angaben zufolge einige Fristen der US-Behörden nicht eingehalten hatte.

Analyst Yuichi Ishida von Mizuho Investors Securities zeigte sich wenig beeindruckt von den Äußerungen Matois. „Wir wollen signifikante Durchbrüche im Mobiltelefon- und Halbleitergeschäft sehen“, sagte er. „Es ist ziemlich schwer, da schon etwas zu erkennen.“

Die Aktien des Unternehmens schlossen vor der Bekanntgabe 1,2 Prozent im Plus bei 590 Yen. Im abgelaufenen Halbjahr haben sie 21,5 Prozent verloren.

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