Quartalsbilanz
Piraten füllen Disney die Kasse

Bei Walt Disney lief es im dritten Quartal überraschend gut. Schuld daran waren vor allem Kinofilme wie die Piratengeschichte „Fluch der Karibik 2“. Doch auch Fernsehen und Freizeitparks entwickelten sich blendend.

HB LOS ANGELES. Der Nettogewinn stieg von 811 Mill. auf 1,13 Mrd. Dollar (859 Mill. Euro) oder von 39 auf 53 Cent je Aktie, wie der zweitgrößte US-Unterhaltungskonzern am Mittwoch mitteilte. Der Umsatz stieg um 12 Prozent auf 8,6 Mrd. Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit einem bereinigten Nettogewinn von nur 44 Cent je Aktie und einem Umsatz von eben jenen 8,6 Mrd. Dollar gerechnet.

Disney-Chef Robert A. Iger verwies unter anderem auf neue Kassenschlager wie „Cars“ und „Fluch der Karibik 2“. Sie wirkten sich positiv auf andere Geschäftsbereiche aus, angefangen vom Internet über Heimvideos bis hin zu den Freizeitparks. Der neue Piraten-Film wurde kurz nach Quartalsende herausgebracht und hat sich inzwischen für Disney zu einem Superhit entwickelt.

Im Kabelfernsehbereich profitierte Disney von seinem Sportsender ESPN und dem amerikanischen Disney-Kanal dank höherer Einschaltquoten und Werbeeinnahmen. Dagegen gab es bei der Fernsehsparte ABC einen operativen Gewinnrückgang von 28 Prozent. Das gesamte Fernsehgeschäft steigerte den Umsatz um 10 Prozent auf 3,7 Mrd. Dollar und den operativen Gewinn um fünf Prozent auf 1,2 Mrd. Dollar.

Das Freizeitpark-Geschäft lief auf Hochtouren. Es gab mehr Besucher und die Eintrittspreise wurden erhöht. Der Umsatz legte um 11 Prozent auf 2,7 Mrd. Dollar zu und der operative Gewinn um 26 Prozent auf 549 Mill. Dollar.

Die Disney-Filmstudios steigerten den Umsatz in dem Dreimonatsabschnitt um 17 Prozent 1,7 Mrd. Dollar und hatten einen operativen Gewinn von 240 Mill. Dollar gegenüber roten Zahlen von 44 Mill. Dollar im Vorjahresquartal. Disney hatte im Mai das Animationsstudio Pixar erworben. Der Konzern hatte zwischenzeitlich Personaleinsparungen in seiner Filmstudio-Sparte sowie eine Konzentration auf Disney-Filme angekündigt. Die Pixar-Ergebnisse wurden seit dem Kaufabschluss in die Disney-Bilanz eingebracht.

Der Umsatz mit Verbraucherprodukten – vor allem Merchandising-Artikeln – stieg um 7 Prozent auf 445 Mill. Dollar und der operative Gewinn dieser Sparte um 69 Prozent auf 105 Mill. Dollar.

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