Quartalsergebnis
Amazon-Aktie bricht ein

Amazon ist im vergangenen Quartal nicht so stark gewachsen wie erwartet. Auf dem Heimatmarkt legte das Unternehmen von Jeff Bezos zwar zu, Analysten hatten jedoch mit höheren Umsätzen gerechnet.
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SeattleDas wichtige Weihnachtsgeschäft ist beim erfolgsverwöhnten Online-Händler Amazon außerhalb der USA nicht so gut gelaufen wie erwartet. Zudem schockierte der US-Konzern die Anleger am Donnerstag nach Börsenschluss mit der Aussicht auf einen möglichen Verlust im laufenden Quartal. Die Amazon-Aktie brach nachbörslich um rund zehn Prozent ein.

Das vom umtriebigen Firmengründer Jeff Bezos geführte Unternehmen konnte im Schlussquartal auf dem hart umkämpften Heimatmarkt zwar kräftig zulegen. Außerhalb der USA kletterten die Erlöse mit 15 Prozent aber nicht so stark wie gedacht. Konzernweit blieb der Umsatzzuwachs daher mit rund 20 Prozent auf 25,6 Milliarden Dollar um knapp 500 Millionen Dollar hinter den Erwartungen von Analysten zurück.

Ein ähnliches Bild ergab sich beim Netto-Gewinn: Diesen konnte Amazon zwar auf 239 Millionen Dollar mehr als verdoppeln. Pro Aktie verfehlte der Konzern aber auch hier die Expertenschätzungen.

Zudem machte Anlegern der Ausblick zu schaffen. Amazon kündigte ohne weitere Begründung an, das laufende Quartal werde unter dem Strich irgendwo zwischen einem Gewinn von 200 Millionen Dollar oder einem Verlust in gleicher Höhe abgeschlossen. Das ist bei Amazon eigentlich nichts Besonderes, weil der Konzern in der Vergangenheit immer Investitionen in vielversprechende neue Geschäftsfelder wichtiger fand als das Bestreben, rote Zahlen unbedingt zu vermeiden. Doch hätten sich die Erwartungen der Anleger in diesem Punkt inzwischen möglicherweise geändert, sagte Analyst Colin Gillis von BGC Financial.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Quartalsergebnis: Amazon-Aktie bricht ein"

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  • Amazon macht, was es kann. Klar gibt es andere, bessere, günstigere. Aber solange Amazon es schafft, den Vorsprung in Bequemlichkeit zu halten, wird sich eine Mehrheit jene anderen nicht merken.
    Und jeder Inhaber börsennotierter Anteilsscheine ist ein "Zocker", da der "Hoffnungswert" der Anteile eigentlich nie im Istwert der Firma abbildbar ist. Preise haben eben keinen Gebrauchswert.

  • AMAZON ist ein Moloch geworden. Die anfänglichen Vorteile für den Kunden schwinden mehr und mehr.
    Unseriöse Rechnungslegungen, die mit deutschem Recht nicht in Einklang zu bringen sind kommen dazu.
    Letztendlich ist AMAZON keineswegs günstiger als kleinere Onlineshops. AMAZON zieht den Amazon-Händlern jedoch 15% vom Umsatz ab und beutet das eigene Personal aus.
    Aus dieser Erkenntnis kaufe ich nur noch bei AMAZON, wenn es nicht anders geht.

  • Der Einzelhandel ist enttäuscht, Amazon brummt auch nicht so, wie immer behauptet. Kann es vielleicht daran liegen, daß Banken, Konzerne und Millionäre, denen Steuergeschenke und Geldgeschenke im großen Stil gegeben werden, nicht so wahnsinnig viel shoppen gehen? Dass die das Geld eher für Zocken verwenden?

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