Quartalsergebnis
Dell kann Abwärtstrend stoppen

Der US-Konzern Dell hat im Vergleich zum ersten Quartal 2009 den Rückgang seines Geschäfts stoppen können. Der zweitgrößte Computerbauer der Welt konnte Umsatz und Gewinn im zweiten Quartal steigern - und zwar leicht über den Erwartungen der Analysten.

HB ROUND ROCK/SAN FRANCISCO/NEW YORK. Der Gewinn des US-Konzerns sei um 63 Prozent auf 472 Mio. US-Dollar angestiegen, habe damit allerdings immer noch 23 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums von 616 Mio. Dollar gelegen, teilte die Nummer Zwei hinter Hewlett-Packard am Donnerstagabend nach US-Börsenschluss am Firmensitz im texanischen Round Rock mit.

Der Gewinn je Aktie (EPS) betrug für das zweite Jahresviertel 0,24 Dollar. Ohne Sonderposten belief sich das Ergebnis je Aktie auf 28 Cent. Analysten hatten im Durchschnitt nur mit 23 Cent gerechnet.

Der Umsatz lag mit 12,77 Mrd. Dollar drei Prozent über dem des Vorquartals, aber 22 Prozent unter dem des Vorjahres. Am Markt erwartet worden waren lediglich 12,6 Mrd. Dollar. Dell-Gründer und Firmenchef Michael Dell gab sich für die Geschäftsentwicklung im zweiten Halbjahr leicht optimistisch: "Sollte der derzeitige Trend bei der Nachfrage anhalten, erwarten wir in der zweiten Jahreshälfte stärkere Umsätze als in den ersten sechs Monaten. Die Aktie stieg nachbörslich leicht.

Am Vormittag hatte bereits der drittgrößte PC-Hersteller Acer seine Zahlen vorgelegt. Der Dell-Konkurrent bekommt derzeit die Folgen seiner strikten Umorientierung auf Privatkunden zu spüren. Die billigen Mini-Laptops zehrten im zweiten Quartal an den Gewinnspannen des Marktführers in dem Segment. Das taiwanische Unternehmen verdiente netto von April bis Juni umgerechnet 50 Mio. Euro und damit 20 Prozent weniger als vor einem Jahr. Der Umsatz ging um fünf Prozent auf 2,3 Mrd. Euro zurück.

Im Geschäft mit den Verbrauchern bekommt Dell ebenfalls die Kehrseite des Erfolgs günstiger Mini-Notebooks zu spüren. Obwohl die Sparte im Jahresvergleich 17 Prozent mehr Geräte verkaufte, sank der Umsatz um 9 Prozent auf 2,9 Mrd. Dollar.

Auch der weltgrößte PC-Hersteller Hewlett-Packard (HP) hatte in der vergangenen Woche Rückgänge bei Umsatz und Gewinn vermeldet. HP ist jedoch breiter aufgestellt und das gut laufende Dienstleistungsgeschäft federte die Einbußen bei Computern und Druckern ab.

Michael Dell hatte nach seiner Rückkehr an die Konzernspitze vor zweieinhalb Jahren ein milliardenschweres Sparprogramm eingeleitet, dass die Computerbauer konkurrenzfähiger machen soll. Inzwischen sei die Produktpalette zu 70 Prozent erneuert worden und könne billiger hergestellt werden, berichtete das Unternehmen.

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