Quartalsergebnisse
Intel macht der IT-Branche Mut

Die Märkte hatten vom Chip-Giganten Intel gute Zahlen erwartet. Die bekamen sie am Dienstagabend nach Börsenschluss auch – trotz Rückgang bei Umsatz und Gewinn. Die Erwartungen der Analysten wurden übertroffen, die Futures an den US-Märkten überschlagen sich. Auch die Branche darf frohlocken.

MÜNCHEN. Die IT-Branche kommt überraschend schnell aus der Krise. Weltweit zieht der Computerabsatz kräftig an, und auch die jüngsten Quartalszahlen großer IT-Anbieter deuten auf eine zügige Erholung hin. So hat Intel, der weltweit führende Halbleiterproduzent, im abgelaufenen Quartal nicht nur seine eigenen Prognosen übertroffen. Die Firma aus dem Silicon Valley hat auch deutlich mehr verkauft und besser verdient, als die Analysten in den vergangenen Wochen geschätzt hatten.

Intel liegt zwar sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn um etwa acht Prozent unter den Zahlen des dritten Quartals des Vorjahres. Doch für den Zeitraum von Anfang April und Ende Juni hatte der US-Konzern noch ein Minus von 15 Prozent gegenüber 2008 gemeldet; im Auftaktquartal des Jahres waren es sogar 26 Prozent gewesen. Die Verbesserung ist umso bemerkenswerter, als Intel im dritten Quartal 2008 trotz beginnender Rezession noch ausgesprochen gute Geschäfte gemacht hatte und kräftig gewachsen war.

„Intel hat von der steigenden Nachfrage nach PCs profitiert“, urteilten gestern die Analysten von i-Suppli. Den Experten zufolge wurden im abgelaufenen Vierteljahr 74 Millionen PCs, Notebooks und einfache Server ausgeliefert. Das sind fast sieben Millionen mehr als im Vorquartal. Auf dem Weg zu einer Erholung seien zwar noch Hindernisse zu überwinden, aber das Geschäftsklima verbessere sich, sagte auch Michael Dell, Chef des US-Computerherstellers Dell, Anfang der Woche.

„Das dritte Quartal hat uns positiv überrascht“, sagte Intels Deutschlandchef Hannes Schwaderer im Gespräch mit dem Handelsblatt. So lag der Umsatz mit knapp 9,4 Mrd. Dollar um rund 400 Mio. Dollar über der eigenen Prognose. Durch eine bessere Auslastung der teuren Anlagen sei es dem Unternehmen zudem gelungen, die Marge kräftig zu steigern.

Intel steht mit seinen guten Zahlen nicht alleine da. Der niederländische Chipausrüster ASML schrieb wieder schwarze Zahlen, nachdem die Firma zuvor drei Quartale in Folge hohe Verluste hinnehmen musste. Im dritten Quartal 2009 habe sich ein Nettogewinn von 20 Mio. Euro ergeben, nach einem Minus von 104 Mio. Euro ein Jahr zuvor, teilte ASML am Mittwoch mit. Analysten hatten im Schnitt mit 16 Mio. Euro Gewinn gerechnet. Der Umsatz des Konzerns kletterte von 227 auf 555 Mio. Euro.

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