Quartalsergebnisse
Texas Instruments zeigt Schwächen

Texas Instruments ist nach dem Umsatz nur etwa ein Drittel so groß wie Intel. Aber mit seiner breiten Produktpalette ist der Chiphersteller aus Dallas stärker den Strömungen im Endverbraucher-Markt ausgesetzt und gilt deshalb eher als Konjunkturbarometer. Die Erwartunglatte für die Ergebnisse des ersten Quartals war bereits niedrig, dennoch nahm das Unternehmen sie nur knapp.

Texas Instruments baut analoge und digitale Chips für zahlreiche Anwendungen, von Messinstrumenten über Unterhaltungselektronik bis zu Handys. Der Abschwung in den USA, der langsam Fahrt aufnimmt, zusammen mit Schwächen im wichtigen Handy-Geschäft ließen wenig Gutes erwarten. Die Bestände an unverkauften Chips sind hoch und jüngst entschieden sich mehrere große TI-Kunden wie Nokia und Ericsson dafür, Chips künftig auch von anderen Herstellern zu beziehen. Nach Börsenschluss am Montag meldet TI einen Erlösanstieg gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent auf 3,27 Mrd. Dollar. Der Reingewinn nahm gleichzeitig um gut ein Viertel auf 662 Mill. Dollar oder 49 Cents pro Aktie zu. Der Gewinn war allerdings durch eine Steuervergünstigung um 6 Cents pro Anteil geschönt. Sowohl Umsatz wie Gewinn und Auftragseingänge lagen unter den Ergebnissen des vierten Quartals 2007. Die Chip-Bestände stiegen gegenüber dem Vorjahr um 169 Mill. auf 1,58 Mrd. Dollar.

Analysten hatten im Schnitt mit 43 Cents pro Aktie Gewinn und knapp 3,3 Mrd. Dollar Umsatz gerechnet. Erst im vergangenen Monat hatte TI ihre Prognose für Umsatz und Gewinn etwas gesenkt. Für das laufende Quartal rechnet TI nunmehr mit Erlösen von 3,24 bis 3,5 Mrd. Dollar und 42 bis 48 Cents pro Aktie Gewinn. Der TI-Kurs, der im regulären Handel leicht zugelegt hatte, tendierte nachbörslich nach unten.

Quelle: Handelsblatt
Jens Eckhardt
Handelsblatt / Korrespondent
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