Quartalsgewinn gesteigert
Telefónica übertrifft Erwartung

Dank der erst jüngst mit O2 verstärkten Mobilfunksparte und des starken Wachstums bei schnellen Internetzugängen hat der spanische Telekommunikationsriese Telefónica den Gewinn im ersten Quartal überraschend stark um 40 Prozent gesteigert.

HB MADRID. Wie Telefónica am Freitag mitteilte, stieg der Nettogewinn in den ersten drei Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 1,27 Mrd. Euro, während befragte Analysten im Durchschnitt mit 1,14 Mrd. Euro gerechnet hatten. Branchenexperten verwiesen insbesondere auf positive Überraschungen im Festnetzgeschäft auf dem spanischen Heimatmarkt und beim britischen Mobilfunkkonzern O2, der seit dem 1. Februar in die Bilanz von Telefónica einbezogen wird.

Telefónica erhöhte den Umsatz um 45 Prozent auf 12,04 Mrd. Euro und traf damit die Analystenschätzung am oberen Ende. Die Hälfte des Umsatzes kam dabei aus dem Mobilfunkgeschäft. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen stieg um 37,3 Prozent auf 4,69 Mrd. Euro. Anders als die Konkurrenten wie Deutsche Telekom legte Telefónica beim operativen Ergebnis in allen Bereichen zu. Die spanische Festnetzsparte profitierte insbesondere vom Wachstum bei breitbandigen Anschlüssen. Die Telekom verbuchte im ersten Quartal beim Betriebsgewinn einen Rückgang von fast sieben Prozent.

„Die größten Bedenken gab es bei O2, aber die Zahlen zeigen, dass sich O2 besser entwickelt hat als erwartet“, sagte ein Analyst. O2 gewann 13,6 Prozent mehr Kunden und steigerte zugleich den durchschnittlichen Umsatz pro Kunden um zwei Pfund auf 269 Pfund auf das Jahr gerechnet.

O2 Deutschland steigerte die Zahl der Kunden in den ersten drei Monaten um 331 000 auf 10,1 Millionen. Damit erhöhte sich der Marktanteil nach Angaben des Unternehmens auf 12,5 Prozent. Das Kundenplus reichte jedoch nicht an den Erfolg der KPN-Tochter E-Plus heran, die 694 000 Kunden auf 11,4 Mill. zum Quartalsende gewann. Bei Marktführer T-Mobile kamen am Heimatmarkt 284 000 Kunden auf 30,2 Mill. hinzu. O2 Deutschland sieht sich mit einem durchschnittlichen Umsatz pro Kunde (ARPU) von 320 Euro auf das Jahr gerechnet an der Spitze der hiesigen Mobilfunkunternehmen.

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