Quartalsgewinn im Konzern fällt um 70 Prozent
LG-Handysparte rutscht tief in die roten Zahlen

LG Electronics Inc., der weltweit viertgrößte Hersteller von Mobiltelefonen, hat für das zweite Quartal einen schweren Gewinneinbruch erlitten. Die Mobilfunksparte rutschte erstmals in einen „unvorstellbaren“ Verlust, wie das südkoreanische Unternehmen mitteilte. Der Nettogewinn sackte 70 Prozent ab auf 151 Mrd. Won (121 Mill. Euro), nach 493 Mrd. Won im Vorjahr.

HB/pos SEOUL. Auch das Geschäft im laufenden Quartal nannte LG „schwierig“, nachdem der Markt sich der Sättigung nähere und den Handyherstellern immer weniger Möglichkeiten blieben, die Funktionalität der Geräte zu erweitern. Für 2005 senkte LG die Prognose für den Handyabsatz von 62 Mill. auf 53 bis 55 Millionen Geräte, wobei zwischen Juli bis September 14 Millionen Stück verkauft werden sollen.

Die Ankündigung war für LG auch ein Gesichtsverlust, da sie sich doch komplett von der optimistischen Prognose des koreanischen Wettbewerbers Samsung abhebt. Samsung erlitt zwar auch einen Gewinneinbruch, hat aber die Ziel für die Handysparte kräftig nach oben gesetzt.

„Es ist schwer vorstellbar, an eine Erholung bei LG in diesem oder kommendem Quartal zu glauben, solange sich in der Handysparte nicht Umsatz und Margen verbessern“, sagte Kim Kyeong Seob, Vermögensverwalter bei KB Asset Management Co. in Seoul.

LG setzte im zweiten Quartal 5,6 Bill. Won um, sieben Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Auch Kwon Young Soo, Finanzvorstand von LG, sieht wenig Hoffnung für die laufenden drei Monate: „Wir müssen voraussichtlich bis zum nächsten Jahr warten, um wieder ordentliche Ergebnisse zu sehen.“

Der Betriebsgewinn vor dem Ergebnis von LG Philips LCD Co. und anderen Töchtern schrumpfte 63 Prozent auf 144 Mrd. Won und blieb damit hinter den Erwartungen. Elf von Bloomberg befragte Analysten hatten im Schnitt mit 191 Mrd. Won gerechnet. In der Mobilfunksparte fiel mit minus 4 Mrd. Won erstmals seit 2002 ein Betriebsverlust an. Analysten hatten noch mit einem Gewinn von 62 Mrd. Won gerechnet.

Bei Displays, darunter auch Plasmabildschirmen, fiel ein Verlust von 22 Mrd. Won an, wobei der Umsatz 2,3 Prozent schrumpfte auf 1,2 Bill. Won. LG geht davon aus, dass die Displaypreise im laufenden Quartal zwar weiter fallen, die Plasmasparte aber in die schwarzen Zahlen vorstoßen dürfte.

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