Quartalsgewinn mehr als verdoppelt: „Fluch der Karibik“ bringt Disney Segen

Quartalsgewinn mehr als verdoppelt
„Fluch der Karibik“ bringt Disney Segen

Die Walt-Disney-Vergnügungsparks sind out, DVD-Spielfilme sind in. Die boomende Nachfrage nach DVDs wie „Fluch der Karibik 2“ oder „Cars“ hat Disneys Kassen kräftig klingeln lassen. Doch der Medienkonzern konnte noch mit anderen Einkünften seine Zahlen aufhübschen.

HB LOS ANGELES. Walt Disney hat im abgelaufenen Quartal dank des milliardenschweren Verkaufs seiner Beteiligung an E! Networks seinen Gewinn mehr als verdoppelt. Zudem ließ eine boomende Nachfrage nach DVD-Spielfilmen wie „Fluch der Karibik 2“ oder „Cars“ die Kassen kräftig klingeln. Weniger glänzend lief dagegen das Geschäft in einigen Vergnügungsparks. Analysten zeigten sich dennoch rundum begeistert von den Unternehmenszahlen.

Unter dem Strich verdiente der US-Unterhaltungskonzern in seinem Auftaktquartal 1,7 Mrd. Dollar nach 734 Mill. Dollar vor einem Jahr. Der Umsatz kletterte um zehn Prozent auf 9,7 Mrd. Dollar, wie Disney am Mittwoch nach US-Börsenschluss weiter mitteilte. Damit übertraf das Unternehmen die Erwartungen des Marktes. Die Disney-Aktie legte im nachbörslichen Handel um 1,6 Prozent auf 36,05 Dollar zu.

„Das Highlight des Quartals war ganz klar das Filmstudio und sie haben dort für sich wirklich einen Rekord hingelegt“, sagte Finanzchef Tom Staggs mit Blick auf das DVD-Geschäft. So kletterte der operative Gewinn beim Walt Disney Studio um nahezu das Fünffache auf 604 Mill. Dollar. In der Medien-Sparte stieg der Gewinn um rund ein Viertel auf 750 Mill. Dollar.

Bei den Vergnügungsparks stieg der Gewinn immerhin noch um acht Prozent auf 405 Mill. Dollar. Während die Besucher von Disney World in Florida mehr Geld ausgegeben hätten, seien dagegen in den Disneylands von Kalifornien und Hongkong die Besucherzahlen und auch die Einnahmen pro Besucher rückläufig, teilte der Konzern weiter mit.

Analysten zeigten sich dennoch begeistert von dem Unternehmensbericht. „Tolle, tolle Zahlen - wohin man auch schaut“, sagte Analyst David Miller von Sanders Morris Harris. „Besonders stark ist natürlich das Studio - aber mal sehen, ob die Börse dies auch entsprechend honorieren wird."

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