Quartalsgewinn stärker als erwartet gesteigert
Texas Instruments überrascht

Der weltgrößte Hersteller von Chips für Mobiltelefone, Texas Instruments, hat im zweiten Quartal bei gestiegenem Umsatz den Gewinn stärker erhöht als von Analysten erwartet. Finanzchef Bill Aylesworth sagte am Montag nach der Vorlage der Zahlen nach US-Börsenschluss, insbesondere das Geschäft auf dem asiatischen Markt habe sich besser entwickelt als noch im Juni erwartet worden sei.

Reuters SAN FRANCISCO. Für das dritte Quartal prognostizierte das in Dallas ansässige Unternehmen einen Gewinn je Aktie über den bisherigen durchschnittlichen Erwartungen der Analysten. Der Aktienkurs von Texas Instruments (TI) legte nachbörslich um rund drei Prozent zu.

Analysten erklärte, die vorsichtige Prognose gebe Raum für positive Überraschungen. „Sie waren konservativ“, sagte David Wu, Analyst bei Wedbush Morgan Securities. Er selbst rechne mit einer Belebung sowohl im Mobilfunkbereich sowie auch in den anderen Sparten. Eric Rothdeutsch von Friedman Billings Ramsey and Co erklärte, die Entwicklung der Handy-Nachfrage sei offen. Aber etwa im Breitband-Bereich oder bei DSL-Modems sei Texas Instruments gut aufgestellt.

Noch im Juni hatte TI gewarnt, dass die Quartalszahlen schlechter als erwartet ausfallen könnten und auf Absatzschwierigkeiten in Asien hingewiesen, wo es im Mobilfunkbereich in Folge der Lungenkrankheit Sars zu Einbrüchen gekommen sei. Der Mobilfunkbereich habe sich dort jedoch zuletzt positiv entwickelt, wovon der Chipabsatz profitiert habe, erklärte Texas Instruments. „Es scheint, dass die sehr starke Marktschwäche, die durch Sars im zweiten Quartal entstanden ist, weitgehend nachlässt, zumindest im Moment“, sagte Aylesworth der Nachrichtenagentur Reuters. Er wollte jedoch keine Entwarnung geben, da die Lager im Mobilfunkbereich gut gefüllt seien. „Sogar mit dieser stärkeren Nachfrage haben unsere Kunden große Lagerbestände“, sagte Aylesworth. Im Gegensatz dazu sei die Chipnachfrage im Bereich von Breitband-Telekommunikationsprodukten und von Unterhaltungselektronik solider.

Die Aktien von Texas Instruments stiegen nachbörslich um rund drei Prozent auf 18,39 Dollar an, nachdem sie im offiziellen Handel mehr als vier Prozent auf 17,88 Dollar verloren hatten.

Nach Angaben des Unternehmens stieg im zweiten Quartal der Netto-Gewinn auf 121 Mill. Dollar oder sieben Cent je Aktie nach 95 Mill. Dollar oder fünf Cent je Aktie im Vorjahr an. Von Reuters befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit sechs Cent Gewinn je Aktie gerechnet. Der Umsatz kletterte um sieben Prozent auf 2,34 Mrd. Dollar.

Für das dritte Quartal prognostizierte TI einen Gewinn je Aktie von 19 bis 23 Cent je Aktie und damit ein Ergebnis über den durchschnittlichen Analystenerwartungen von zuletzt elf Cent je Aktie. Bei der Prognose sei ein Beitrag von 13 Cent je Aktie aus dem kürzlich berichteten Verkauf von Micron-Technology-Aktien enthalten. Den Umsatz erwartet Texas Instruments im dritten Quartal in einer Spanne von 2,29 Mrd. bis 2,49 Mrd. Dollar. Analysten rechneten zuletzt im Durchschnitt mit Einnahmen von 2,41 Mrd. Dollar.

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