Quartalsgewinne
Microsoft schwebt auf der Cloud

Software-Riese Microsoft glänzt mit guten Quartalszahlen: Erstmals seit dem Dotcom-Crash steigt der Gewinn auf über 600 Milliarden Dollar - und das Unternehmen kratzt damit an Amazons Führung im Cloud-Geschäft.
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RedmondMicrosoft profitiert stark von dem Fokus auf das Cloud-Geschäft. Der Umsatz des einst vor allem auf Windows und Office-Programme ausgerichteten Software-Riesen wuchs im vergangenen Quartal um zwölf Prozent auf 24,5 Milliarden Dollar.

Der Gewinn in dem Ende September abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal legte um 16 Prozent auf 6,6 Milliarden Dollar zu, wie Microsoft nach US-Börsenschluss am Donnerstag mitteilte. Die Microsoft-Aktie stieg nachbörslich zeitweise um 3,8 Prozent auf einen Rekordwert von mehr als 81 Dollar.

Im Geschäft mit Produktivitäts-Software wie Office gab es ein Wachstum von 28 Prozent auf 8,2 Milliarden Dollar - zum großen Teil auch dank der Cloud-Variante, die ein Plus von 42 Prozent verbuchte. Bei den hochgerechneten Jahreserlösen mit Cloud-Angeboten für Geschäftskunden knackte Microsoft erstmals die Marke von 20 Milliarden Dollar - und erreichte damit dieses Ziel früher als angepeilt.

Gleichzeitig gibt Microsoft viel Geld für den Ausbau der Cloud-Infrastruktur mit Rechenzentren rund um die Welt aus. Im vergangenen Quartal stiegen die Investitionen auf 2,7 Milliarden Dollar von 2,3 Milliarden vor einem Jahr.

Microsoft hat unter dem vor mehr als drei Jahren angetretenen Firmenchef Satya Nadella den Fokus auf das rasant wachsende Cloud-Geschäft zur Auslagerung von Computer- und Speicherdiensten ins Internet verlagert. Das Flaggschiff des Konzerns ist die Plattform Azure, auf der Unternehmen ihre Websites, Apps und Daten verwalten können und die mit Amazons Cloud-Dienst AWS konkurriert. Zu den Rivalen gehören hier aber auch der Internetgigant Google, der IT-Dienstleister IBM und der deutsche Softwarekonzern SAP.

Zudem trug das übernommene Karriere-Netzwerk LinkedIn Erlöse von 1,1 Milliarden Dollar. Das Windows-Geschäft in der PC-Sparte blieb stabil bei knapp 9,4 Milliarden Dollar - es ist immer noch der größte Bereich von Microsoft.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Wer redigiert bei Ihnen eigentlich die Meldungen? "600 Milliarden Dollar Gewinn" - das würde ich nicht einmal einer Schülerzeitung durchgehen lassen. Ich weiß nicht so recht, was ich von einem Wirtschaftsmedium halten soll, das Marktkapitalisierung und mit Gewinn verwechselt...

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