Quartalsrekord
Ericsson kämpft mit dünneren Margen

Der schwedische Telekommunikations-Konzern Ericsson hat im vierten Quartal 2005 seinen Gewinn vor Steuern um 16 Prozent gesteigert. Damit blieb der Mobilfunk-Ausrüster allerdings knapp unter den Erwartungen der Analysten.

HB STOCKHOLM. Der Siemens-Konkurrent im Bereich der Mobilfunknetze schraubte seinen Vorsteuergewinn im vergangenen Gesamtjahr auf 33,3 Mrd. schwedischen Kronen nach 26,2 Mrd. Kronen ein Jahr zuvor nach oben. Unversteuert verdiente der weltgrößte Zulieferer der Mobilfunkbranche 10,1 Mrd. Kronen im vierten Quartal. Befragte Analysten hatten einen Vorsteuergewinn von 10,4 Mrd. Kronen erwartet, nachdem der Wert im vierten Quartal des Vorjahres bei 8,7 Mrd. Kronen und im dritten Quartal 2005 bei 8,0 Mrd. Euro gelegen hatte. Der Umsatz im Schlussquartal des abgelaufenen Jahres lag mit 45,7 Mrd. Kronen allerdings über den Erwartungen. Die Analysten hatten mit durchschnittlich 43,8 Mrd. Kronen gerechnet.

Zugleich büßte Ericsson an Profitabilität ein. Die Bruttomarge gab auf 44,2 Prozent von 45,6 Prozent im Vorquartal nach. Die Schweden führten den Rückgang auf einen steigenden Dienstleistungsanteil zurück. Ericsson kümmere sich zunehmend um die Technik der Mobilfunknetze der Betreiber. „Das Aufkommen in den weltweiten Mobilfunknetzen wird voraussichtlich weiter wachsen, weil es zum einen neue Dienste und zum anderen neue Kunden gibt“, teilte das Unternehmen mit. „Für 2006 rechnen wir weiterhin damit, dass der Markt für Mobilfunksysteme - gemessen in US-Dollar - verglichen mit 2005 moderat wachsen wird.“

„Wir gewinnen dank der Zufriedenheit unserer Kunden mit unserer Technologie und unseren Mitarbeitern weiter Marktanteile“, erklärte Unternehmenschef Carl-Henric Svanberg. Im schwedischen Rundfunk schätzte er den Marktanteil des Konzerns auf 35 Prozent.

In Stockholm notierte die Aktie des Konzerns, der sich nach der Technologiekrise einer Rosskur unterworfen und die Hälfte seiner Stellen gestrichen hatte, leicht im Plus. „Sowohl die operative wie auch die Bruttomarge waren geringer als erwartet“, sagte Analyst Greger Johansson von Redeye. Es biete sich ein gemischtes Bild, ergänzte sein Kollege Thomas Langer von der WestLB. Das Gewinnplus sei hervorzuheben, die Margen allerdings seien nicht so gut und dürften noch weiter unter Druck kommen, fügte er hinzu.

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