Quartalsumsatz geringfügig gestiegen
Mobilfunk- und Internetgeschäft läuft gut für France-Telecom

Starke Zuwäche im Mobilfunk- und Internet-Geschäft haben der France Telecom im ersten Quartal zu einem überraschend hohen Umsatz verholfen. Allerdings gingen die Einnahmen in der Festnetzsparte erneut zurück.

HB PARIS. Bei Vorlage der Quartalszahlen bekräftigte das staatseigene französische Unternehmen am Donnerstag zugleich seine Geschäftserwartungen für das laufende Jahr. Demnach rechnet der hoch verschuldete frühere Monopolist mit einem Umsatzwachstum auf vergleichbarer Basis von 3 bis 5 Prozent.

France-Telecom-Aktien sanken zu Handelsbeginn in einem allgemein schwächeren Marktumfeld in Paris um mehr als 3 Prozent auf 20,08 Euro. Im vergangenen Jahr haben die Titel im Zuge der Erholung des Konzerns von der Finanzkrise im Jahre 2002 rund 57 Prozent zugelegt.

Der Quartalsumsatz stieg geringfügig auf 11,447 Milliarden Euro von 11,376 Milliarden Euro vor einem Jahr. Analysten hatten im Schnitt nur mit 11,370 Milliarden Euro gerechnet. Im Festnetzgeschäft gingen die Erlöse allerdings um 0,7 Prozent auf 5,409 Milliarden Euro zurück. Doch bei der Mobilfunktochter Orange ergab sich ein starkes Plus von knapp 10 Prozent auf rund 4,68 Milliarden Euro. Die Internet-Tochter Wanadoo - zweitgrößter Internet-Anbieter in Europa - erzielte ein Erlöswachstum von 12,2 Prozent auf 636 Millionen Euro. France Telecom hatte vergangenes Jahr Orange komplett übernommen und ist derzeit dabei, auch Wanadoo wieder vollständig einzugliedern. Dadurch werde sich der Anteil des Staates an France Telecom auf 52,5 Prozent verwässern, erklärte Firmenchef Thierry Breton bei einer Analystenkonferenz.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte um 4,3 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Operativ erzielte France Telecom ein Gewinnplus von 16,3 Prozent auf 2,55 Milliarden Euro. Die Zahlen, die allesamt im Rahmen oder knapp über den Analystenerwartungen lagen, zeigen nach Einschätzung von Branchenexperten die Erfolge der drastischen Umstrukturierung beim französischen Konzern. Allein im abgelaufenen Jahr hat France Telecom zur Kostenersparnis mehr als 13 000 Stellen gestrichen und sich von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Geschäftsbereichen getrennt. Dieses Jahr will das Unternehmen weitere 14.500 Arbeitsplätze abbauen und die Zahl der Mitarbeiter weltweit bis Ende 2004 auf rund 202.500 reduzieren.

2002 hatte der im Zuge eines massiven Expansionskurses angehäufte Schuldenberg von damals fast 70 Milliarden Euro das Unternehmen an den Rande des Zusammenbruchs gebracht. Bis Ende vergangenen Jahres drückte France Telecom den Schuldenstand unter anderem mit Hilfe von Anteilsverkäufen aber wieder auf gut 44 Milliarden Euro.

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