Quartalsverlust deutlicher als erwartet verringert
Ericsson überrascht positiv

Der weltgrößte Hersteller von Mobilfunknetztechnik Ericsson hat im zweiten Quartal einen deutlich geringeren Verlust verbucht als von Analysten erwartet. Für das Gesamtjahr kündigte das schwedische Unternehmen am Freitag eine Rückkehr in die Gewinnzone trotz sinkender Branchennachfrage an. Ericsson-Aktien zogen vorbörslich um zwölf Prozent an auf 9,80 schwedische Kronen.

Reuters STOCKHOLM. Im zweiten Vierteljahr sei der bereinigte Verlust vor Steuern auf 200 Mill. schwedische Kronen (rund 21,7 Mill. €) nach 3,1 Mrd. Kronen im Vorjahr gesunken, teilte Ericsson in Stockholm mit. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit minus zwei Mrd. Kronen gerechnet. Der Umsatz lag mit 27,6 Mrd. Kronen ebenfalls über den Erwartungen der Analysten von durchschnittlich 27,3 Mrd. Kronen. Die für Ericsson wichtige Systeme-Sparte gelangte zudem operativ in die schwarzen Zahlen mit einem Gewinn von 600 Mill. Kronen. Analysten nahmen den Quartalsbericht positiv auf.

Ericsson-Chef Carl-Henric Svanberg erklärte, das Unternehmen sei entschlossen, im Gesamtjahr in die Gewinnzone zurückzukehren. Das Unternehmen bekräftigte zudem seine Prognose, dass der Markt für Netzwerktechnik 2003 voraussichtlich um mehr als zehn Prozent zurückgehen werde. Für das laufende dritte Quartal rechnet Ericsson mit einem kaum veränderten oder etwas geringeren Umsatz als im zweiten Quartal. Wie Konkurrent Nokia sieht Ericsson kurzfristig keine Branchenerholung. Das schwedische Unternehmen kündigte an, seinen Marktanteil stabil halten zu wollen.

Analysten zeigten sich angesichts des überraschend deutlich reduzierten Verlusts zuversichtlich. „Es ist ein wunderbarer Quartalsbericht. Wir werden unsere Prognosen deutlich anpassen müssen und werden voraussichtlich sogar unsere Bewertung hochstufen“, sagte Thomas Langer, Analyst bei West LB Panmure. „Das Beste daran war, dass Ericsson im wichtigen System-Geschäft die Gewinnschwelle erreicht hat“, fügte er hinzu. „Der Aktienkurs wird explodieren“, sagte er.

Jussi Hyoty von FIM Securities wertete auch den Umsatzausblick von Ericsson verglichen mit den jüngsten Äußerungen der Mitbewerber Nokia und Motorola als solide. Zudem sei am Markt die Rückkehr des Unternehmens in die Gewinnzone fraglich gewesen. „Es ist ein positives Signal, dass sie dieses Ziel nun bestätigt haben“, sagte Hyoty.

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