Quartalsverlust
NEC Electronics sieht rot

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2005/06 hat der japanische Halbleiterkonzern NEC Electronics rote Zahlen geschrieben. Branchenexperten und auch das Unternehmen selber rechnen auch für das bis Ende März laufende Gesamtjahr mit einem Verlust.

HB TOKIO. Der Konzern erklärte seinen Quartalsverlust am Mittwoch in Tokio mit einer niedriger als erwarteten Nachfrage nach Chips für Mobiltelefone und Geräte der Unterhaltungselektronik wie DVD-Spieler und Flachbildschirm-Fernseher.

Die weltweite Nummer zehn der Halbleiterbranche nannte für die drei Monate bis Dezember einen Nettoverlust von 2,56 Mrd. Yen (gut 18 Mill. Euro) nach einem Gewinn von 481 Mill. Yen ein Jahr zuvor. Den operativen Verlust in diesem Zeitraum bezifferte NEC Electronics auf 7,03 Mrd. Yen nach einem Gewinn von 1,17 Mrd. Yen. Der Umsatz ging um 1,6 Prozent auf 162,69 Mrd. Yen zurück.

Für das gesamte Geschäftsjahr hielt das Unternehmen an seiner Prognose eines Nettoverlusts von 20 Mrd. Yen fest. Im vorangegangenen Geschäftsjahr hatte es noch einen Gewinn von 16 Mrd. Yen erwirtschaftet. Befragte Analysten rechnen im Schnitt mit einem Minus von 20,3 Mrd. Yen.

Die Ergebnisse und der Ausblick ließen auch kaum Gutes für den Mutterkonzern NEC erahnen, der am Donnerstag Zahlen zum Quartal und eine aktualisierte Prognose vorlegen will. NEC hat darüber hinaus mit seiner Verluste schreibenden Handy-Sparte zu kämpfen. An NEC Electronics ist das Unternehmen mit 70 Prozent beteiligt.

Im November hatte der Präsident von NEC Electronics, Kaoru Tosaka, die Verantwortung für die negative Geschäftsentwicklung übernommen und war zurückgetreten. Sein Nachfolger Toshio Nakajima hat angekündigt, das Unternehmen in dem im April beginnenden Geschäftsjahr wieder in die Gewinnzone zu führen. NEC Electronics stellt Mikrochips für zahlreiche Geräte her, die von Hochleistungsrechnern bis zur Spielekonsole Xbox 360 von Microsoft reichen. Zu den Kunden des Unternehmens gehören die meisten führenden japanischen Elektronik- und Autokonzerne.

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