Quartalszahlen
AMD kommt weniger schlecht weg als gedacht

Ein schwacher PC-Markt und die Konkurrenz mit Intel haben ihre Schatten auf die Zahlen des Chipherstellers AMD geworfen. Die Grundfrage ist: Wie geht die Chipbranche in Zukunft mit Smartphones und Tablets um?
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San Francisco/SunnyvaleDer US-Chiphersteller Advanced Micro Devices ist erneut tief in die Verlustzone gekippt. Im ersten Quartal schrieb der Intel-Konkurrent einen Verlust von 590 Millionen Dollar. Ein Jahr zuvor hatte es noch 510 Millionen Dollar Gewinn gegeben.

Der Umsatz sank im Jahresvergleich um zwei Prozent auf 1,59 Milliarden Dollar, wie AMD am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Das war zwar ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, aber etwas mehr als erwartet.

Netto verbuchte der Konzern, der unter dem glanzlosen PC-Markt und dem starken Konkurrenten Intel leidet, zwar einen Verlust. Bereinigt fiel jedoch ein Überschuss von zwölf Cent je Aktie an. Erwartet worden waren neun Cent. AMD-Aktien legten im nachbörslichen Handel 1,6 Prozent zu.

Zudem hat AMD für das laufende Quartal überraschend hohe Erlöse in Aussicht gestellt. Für das zweite Quartal erwartet AMD einen Anstieg der Erlöse im Vergleich zum Vorquartal um drei Prozent, plus oder minus drei Prozentpunkte. Analysten hatten im Schnitt mit Erlösen in Höhe von 1,56 Milliarden Dollar für das vergangene und 1,59 Milliarden Dollar für das laufende Quartal gerechnet, also einem Anstieg von zwei Prozent.

Der Grund für den Einbruch war wieder einmal eine Belastung durch die Firma Globalfoundries, in die Chipwerke von AMD ausgelagert worden waren. Diesmal ging es um gut 700 Millionen Dollar. Die Belastung durch Globalfoundries war von einer anderen Art als frühere Wertberichtigungen, die schon mehrfach die AMD-Quartalszahlen verhagelt hatten.

Diesmal hatte AMD die Verträge mit Globalfoundries angepasst, und sich mit der Riesen-Zahlung das Recht erkauft, die Prozessoren auch von anderen Auftragsfertigern produzieren zu lassen. AMD gab auch den Restanteil von knapp neuen Prozent an Globalfoundries auf. Zu dem Auftragsfertiger gehört die einstige ARM-Fabrik in Dresden.

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