Quartalszahlen
AMD kriselt stärker als vermutet

Das Positive vorweg: Der kriselnde US-Chiphersteller AMD hat seinen Verlust im zweiten Quartal verringern können. Nichtsdestotrotz fiel das Minus weit höher aus als erwartet. Zudem brach der Umsatz erneut ein.

HB SUNNYVALE. Unter dem Strich stand für AMD im zweiten Quartal ein Minus von 330 Mio. Dollar, wie der Konzern am späten Dienstagabend im kalifornischen Sunnyvale bekanntgab. Ein Jahr zuvor hatte der größte Rivale von Branchenprimus Intel auch durch hohe Einmalbelastungen noch fast 1,2 Mrd. Dollar Verlust gemacht. Der Umsatz sank um 13 Prozent auf knapp 1,2 Mrd. Dollar. Die Aktie stürzte daraufhin am Dienstag im nachbörslichen US-Handel um rund 13 Prozent ab.

Bei Intel war das Geschäft dagegen zuletzt stärker angesprungen als erwartet. Das hatte Hoffnungen auf eine Erholung der Branche genährt. Auch bei Texas Instruments war zumindest der Ausblick zu Wochenbeginn besser als erwartet ausgefallen.

Im Kampf zwischen AMD und Intel hatte die EU kürzlich gegen Intel eine Rekordbuße von fast 1,1 Mrd. Euro verhängt. Intel hat nach Ansicht der EU-Kommission AMD durch illegale Rabatte in der Computerbranche unerlaubt ausbremsen wollen.

Auf seinem Sanierungskurs hat AMD (Advanced Micro Devices) hat seine Chipfertigung vor einigen Monaten vollständig ausgegliedert. Die Produktion wird nun unter dem Namen Globalfoundries gemeinsam mit dem Emirat Abu Dhabi fortgeführt. Zu den größten Standorten zählt Dresden.

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