Quartalszahlen
Apple sahnt ab

Apple ist immer für eine Überraschung gut: Im vierten und letzten Quartal seines laufenden Geschäftsjahres legte der Konzern noch einmal kräftig bei Umsatz und Gewinn zu. Nicht nur der MP3-Spieler iPod läuft und läuft und läuft – die Umstellung auf Intel-Prozessoren hat auch den Verkauf von Macintosh-Computern ordentlich angekurbelt.

HB CUPERTINO. Den Reingewinn steigerte Apple um 27 Prozent auf 546 Mill. Dollar, wie das Unternehmen am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Gewinn pro Aktie belief sich auf 62 Cents; Analysten hatten mit nur 51 Cents gerechnet. Der Umsatz wuchs gegenüber dem Vorjahreszeitraum (Juli bis September) um knapp ein Drittel auf 4,84 Mrd. Dollar. Auch hier toppte Apple die Erwartungen von 4,67 Mrd. Dollar.

Apple lieferte im Quartal 8,73 Mill. iPods aus, 35 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Absatz von Mac-Computern belief sich auf 1,61 Mill., 30 Prozent mehr als im Vorjahr und insgesamt so viele wie noch nie. Apple verbaut inzwischen in sämtlichen Rechner Intel-Prozessoren, die die parallele Nutzung des eigenen Betriebssystems OS X und Microsofts Betriebssystem Windows erlauben. Zuvor hatte Apple über Jahre hinweg IBM-Prozessoren genutzt; der Umstieg auf Intel war von der Mac-Fangemeinde höchst kritisch beäugt worden.

„Die Verkäufe vom Mac schlagen wirklich ein und das treibt den Kurs an. Die meisten hatten hier eher nur 1,5 Mill. Geräte erwartet“, sagte Analyst Michael Church von Church Capital Management.Im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr verkaufte Apple fast 40 Mill. iPods und 5,3 Mill. Computer.

Viele neue Produkte

„Dieses starke Quartal krönte ein außergewöhnliches Jahr für Apple“, freute sich Konzernchef Steve Jobs. Für 2007 zeigte er sich sehr optimistisch. Das Jahr werde einige der „aufregendsten neuen Produkte in Apples Geschichte“ bringen. Unter anderem plant Apple die Einführung der neuesten Version des Mac-Betriebssystems sowie den iTV als Verbindung zwischen digitalem Speicher und Heimkino.

Für das laufende erste Geschäftsquartal solo, in das auch das umsatzstarke Weihnachtsgeschäft fällt, erwartet Apple einen Gewinn je Aktie von 70 bis 73 Cent. Analysten rechneten hier bislang allerdings mit höhreren 77 Cent je Aktie. Beim Umsatz geht Apple für das laufende Vierteljahr von einer Spanne von 6,0 bis 6,2 Mrd. Dollar aus. Hier wurden bislang 6,43 Mrd. Dollar erwartet.

Apple-Chef im Zwielicht

Apples Aktie, die bereits im regulären Handel gewonnen hatte, legte trotz des etwas enttäuschenden Ausblicks im nachbörslichen Handel noch einmal kräftig zu. Zeitweilig stiegen sie um mehr als 6 Prozent auf 79,35 Dollar.

Dass Apple-Chef Jobs wegen falsch verbuchter Aktienoptionen im Visier der US-Ermittler steht, kümmerte die Anleger offenbar wenig. Job hat erst kürzlich zugegeben, von den Vorgängen in seinem Unternehmen gewusst zu haben, sagte allerdings, ihm sei die Tragweite nicht bewusst gewesen. Er hatte sich gleichzeitig bei Aktionären und Mitarbeitern entschuldigt.

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