Quartalszahlen beim Jenaer Softwarehersteller
Intershop macht weniger Verlust

Der krisengeschüttelte Softwarehersteller Intershop steckt weiter in den roten Zahlen. Der Verlust im ersten Quartal 2005 ist aber niedriger als im Jahr zuvor.

HB FRANKFURT. Der Nettoverlust betrug 1,1 Millionen Euro und lag damit um 57 Prozent unter dem Fehlbetrag des ersten Quartals 2004, wie Intershop am Freitag in Jena mitteilte. Im vierten Quartal 2004 hatte Intershop unter dem Strich noch 4,8 Millionen Euro Verlust hinnehmen müssen. Bei der Bekanntgabe der Jahreszahlen für 2004 hatte der Produzent von Software für Internetläden angekündigt, er sei zuversichtlich, 2005 die Gewinnzone zu erreichen.

Im ersten Quartal 2005 setzte das Unternehmen 4,4 Millionen Euro um, genau so viel wie im Vorjahresquartal. Die Gesamtbetriebskosten seien im Jahresvergleich um 1,6 Millionen auf 5,4 Millionen Euro gesunken, teilte das Unternehmen weiter mit.

Die Liquidität (liquide Mittel, handelbare Wertpapiere und liquide Mittel mit Verfügungsbeschränkung) stieg per 31. März auf 14,5 Millionen Euro. Sie war bis Ende 2004 auf 8,4 Millionen Euro geschrumpft. „Die Erhöhung der Liquidität ist auf die erfolgreich ausgegebene Wandelschuldverschreibung zurückzuführen, durch die dem Unternehmen im ersten Quartal 2005 liquide Mittel in Höhe von 11,3 Millionen Euro brutto zugeführt wurden“, erläuterte Intershop.

Im März hatte der angeschlagene frühere Star am inzwischen aufgelösten Neuen Markt bekannt gegeben, dass die Hälfte seines Grundkapitals aufgezehrt und deshalb ein Kapitalschnitt geplant sei. Um die Bilanz auf dem Papier zu sanieren, sollen die Intershop-Aktionäre in der Hauptversammlung am Dienstag einer Herabsetzung des Grundkapitals im Verhältnis eins zu drei zustimmen.

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