Quartalszahlen
Gewinn bei Texas Instruments bricht ein

Das Barometer der Elektronikbranche zeigt auf Schlechtwetter: Der Chiphersteller Texas Instruments meldet einen erheblichen Gewinnrückgang. Verantwortlich dafür sei die Weltwirtschaft - sie vermiest auch den Ausblick.
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New York/DallasDie schwächelnde Weltwirtschaft erschwert die Geschäfte des Chipherstellers Texas Instruments. Gewinn und Umsatz gingen im zweiten Quartal zurück, wie der Infineon -Konkurrent am Montag nach US-Börsenschluss mitteilte.

Der Überschuss brach um fast 34 Prozent auf 446 Millionen Dollar ein. Dabei schlugen auch Kosten im Zusammenhang mit der Übernahme des Rivalen National Semiconductor negativ zu Buche.

Der Umsatz ging um vier Prozent auf 3,34 Milliarden Dollar zurück. „Unsere Kunden und Vertriebspartner werden wegen des weltwirtschaftlichen Umfelds immer vorsichtiger bei der Erteilung neuer Aufträge“, klagte Konfernchef Rich Templeton am Montag. Er rechnet für das laufende dritte Quartal mit einem ungewöhnlich zähen Geschäft.

Für das laufende dritte Quartal warnte Texas Instruments deshalb davor, dass die Erlöse niedriger als üblich ausfallen würden. Die Kunden seien wegen der unsicheren Konjunktur zurückhaltend. Nachbörslich gab die TI-Aktie um ein Prozent nach.

Zuletzt enttäuschte bereits Marktführer Intel. Der US-Konzern kappte wegen der weltweit schwächeren Konjunktur seine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr.

Mitte vergangenen Jahres war die Chipbranche weltweit ins Schlingern geraten. Kunden, die von der Handybranche bis zu diversen Industriesparten reichen, bauten aus Sorge um eine weltweite Rezession eher ihre Lagerbestände ab als dass sie neue Bestellungen aufgaben. Zuletzt hatte sich Texas Instruments dennoch zuversichtlich gegeben.

Texas Instruments ist führend bei analogen und integrierten Prozessoren für einfache Rechenaufgaben. Die Chips kommen in Waschmaschinen ebenso zum Einsatz wie in Handys, Fernsehgeräten oder Industrieanlagen. Daher gilt das Unternehmen als Barometer für die gesamte Elektronikbranche.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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