Quartalszahlen
Hewlett-Packard hebt Prognose für 2011 an

Es war Leo Apothekers erster offizieller Auftritt als Chef des weltgrößten IT-Konzerns Hewlett-Packard (HP) und der deutsche Manager hatte gute Nachrichten zu verkünden: HP schreibt Milliardengewinne und erhöht den Ausblick für das kommende Geschäftsjahr.
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HB/asd PALO ALTO. Apothekers Auftritt war mit Spannung erwartet worden. Seit 1. November führt der ehemalige Chef des deutschen Software-Konzerns SAP die Geschäfte bei Hewlett-Packard. Er hatte sich zunächst jedoch weitgehend aus der Öffentlichkeit fern gehalten. Offiziell hieß es, der HP-Chef sei auf einer ausgedehnten Geschäftsreise, um die Kunden und Mitarbeiter des Konzerns auf der ganzen Welt kennenzulernen. Seinen genauen Aufenthaltsort wollte der Konzern jedoch nicht nennen. Kritiker werfen ihm vor, der Konzernzentrale im kalifornischen Palo Alto fern geblieben zu sein, um nicht im vielbeachteten Prozess zwischen SAP und Oracle aussagen zu müssen. In einer Telefonkonferenz mit Journalisten scherzte Apotheker, er dürfte in den vergangenen Wochen einen Weltrekord im Reisen aufgestellt haben.

Der High-Tech-Konzern profitiert von einer wachsenden Nachfrage nach Computern, Servern und Festplatten, vor allem von Geschäftskunden. Im vierten Geschäftsquartal, das im Oktober endete, schrieb der Konzern aus dem Silicon Valley einen Nettogewinn von 2,54 Milliarden Dollar, wie Hewlett Packard am Montagabend nach US-Börsenschluss mitteilte. Damit übertraf Apotheker die Erwartungen der meisten Analysten. Der Umsatz stieg ebenfalls stärker als erwartet, und zwar um acht Prozent auf 33,3 Milliarden Dollar.

Im Geschäftsjahr 2011 erwartet HP nun einen von Sonderposten bereinigten Gewinn zwischen 5,16 und 5,26 Dollar je Aktie. Der Jahresumsatz soll zwischen 132 und 133,5 Milliarden Dollar liegen. Apotheker kündigte an, sich künftig auf Forschung und Entwicklung zu konzentrieren. Zudem werde er, wie erwartet, den Fokus stärker auf das Software-Geschäft legen. „Wir müssen eine starkes und dynamisches Software-Geschäft haben“, betonte der deutsche Manager.

Der Analyst Brian Marshall von Gleacher & Co sprach in einer ersten Reaktion von ermutigenden Zahlen. Auf den ersten Blick sähen sie sehr solide aus. Jane Snorek von First American Funds äußerte sich über den Ausblick auf das nächste Quartal positiv. Die Lage sei etwas besser als erwartet.

Nachbörslich legten die Aktien des Computerkonzerns deutlich zu. Das Papier stieg um rund drei Prozent auf etwa 43,80 Dollar zu, obwohl HP schon während der Börsenöffnungszeiten als bester Wert im Dow Jones mit einem deutlichen Aufschlag gehandelt worden waren.

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