Quartalszahlen
Hewlett-Packard profitiert vom schwachen Dollar

Große Überraschungen bargen die Quartalszahlen von Hewlett-Packard nicht mehr. Der US-Technologieriese kündigte bereits in der vergangenen Woche über Erwarten starke Ergebnisse an. Wie sich jetzt zeigte, leistete der schwache Dollar dabei kräftig Hilfestellung.

PORTLAND. Der US-Technologieriese HP will den IT Electronic Data Systems-Dienstleister für fast 14 Mrd. Dollar übernehmen und um gut Wetter zu machen, verkündete Chef Mark Hurd bereits letzte Woche die guten Zahlen. Nach Börsenschluss am Dienstag gab HP offiziell bekannt, dass der Nettogewinn im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent auf 2,1 Mrd. Dollar oder 80 Cents pro Aktie zunahm. Ohne Einmalposten erreichte der Gewinn 87 Cents pro Anteil. Die Erlöse kletterten gleichzeitig um 11 Prozent auf 28,3 Mrd. Dollar. Analysten hatten mit 84 Cents Gewinn pro Anteil und 28 Mrd. Dollar Umsatz gerechnet. Der zweistellige Erlöszuwachs war indessen gut zur Hälfte auf den schwachen Dollar zurückzuführen. Ohne Währungseffekte wuchs der Umsatz nur um fünf Prozent. Eine allgemein schwache Börse und Bedenken im Zusammenhang mit der geplanten EDS-Übernahme ließen den HP-Kurs im nachbörslichen Handel am Dienstag weiter leicht sinken.

HP erwirtschaftete 70 Prozent der Erlöse im Ausland und profitierte nicht nur von zweistelligen Zuwachsraten in Europa und Asien, sondern von hohem Wachstum in Russland, China, Indien und Brasilien, wo der Konzern fast ein Viertel mehr als im Vorjahr umsetzte. Sämtliche Konzernbereiche buchten höhere Umsätze und steigende Gewinne, wobei Drucker und Zubehör mit 7,6 Mrd. Dollar Erlösen und 1,2 Mrd. Dollar Rohgewinn weiterhin am profitabelsten waren. Mit Personalcomputern setzte HP im Quartal 10,1 Mrd. Dollar um und erwirtschaftete 544 Mill. Dollar Rohgewinn. IT-Dienstleistungen, die durch die EDS-Übernahme wesentlich gestärkt werden sollen, zeigten ein Umsatzplus von 12 Prozent auf 4,6 Mrd. Dollar und einen operativen Gewinn von 508 Mill. Dollar.

Der Konzern erwirtschaftete einen Cashflow von 4,8 Mrd. Dollar und hatte am Ende des Quartals 11,8 Mrd. Dollar in der Kasse, obwohl er in den drei Monaten 2,8 Mrd. Dollar für den Rückkauf eigener Aktien ausgab. je

Quelle: Handelsblatt
Jens Eckhardt
Handelsblatt / Korrespondent
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