Quartalszahlen
Intel trotzt schwachem PC-Markt

Obwohl immer weniger PCs verkauft werden, behauptete sich Intel, größter Chiphersteller der Welt, besser als erwartet. Die überraschenden Zahlen beeindruckten auch die Märkte.
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San FranciscoDer weltgrößte Chiphersteller Intel hat trotz weiterer Rückschläge im PC-Geschäft das dritte Quartal etwas besser als erwartet abgeschlossen. Für das laufende Vierteljahr gab das Unternehmen jedoch am Dienstag nach Börsenschluss in den USA eine Umsatzprognose aus, die vorsichtiger ausfiel als die Markterwartungen.

Zudem verzögert sich die Produktion des neuen Broadwell-Prozessors wegen technischer Rückschläge, wie Konzernchef Brian Krzanich in einer Telefonkonferenz mit Analysten sagte. Mit der Herstellung könne nun frühestens im nächsten Quartal begonnen werden. Die Intel-Aktie verlor nachbörslich mehr als zwei Prozent an Wert, nachdem sie zunächst zugelegt hatte.

Im vergangenen Vierteljahr schnitt Intel im Vergleich zum Vorjahresquartal kaum verändert ab. Den Nettogewinn bezifferte der Konzern mit 2,95 Milliarden Dollar nach 2,97 Milliarden Dollar vor einem Jahr. Der Gewinn je Aktie betrug damit 58 Cent, von Reuters befragte Analysten hatten 53 Cent erwartet.

Der Umsatz fiel mit 13,48 Milliarden Dollar etwas höher aus als vor einem Jahr und übertraf ebenfalls die Vorhersagen. Im laufenden Quartal erwartet Intel Erlöse in Höhe von 13,7 Milliarden Dollar, plus oder minus 500 Millionen Dollar. Analysten setzten hier bislang 14 Milliarden Dollar an.

Erneut war zu erkennen, wie der Siegeszug von Tablets und Smartphones auf Kosten traditioneller Computer dem Chip-Riesen zusetzt. Der Umsatz in der PC-Sparte gab um 3,5 Prozent im Jahresvergleich nach. Dagegen sah es im Bereich Rechenzentren mit einem Plus von 12,2 Prozent deutlich besser aus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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