Quartalszahlen
Microsoft bleibt hinter Erwartungen zurück

Der weltgrößte Softwarehersteller hat mit Gewinn und Umsatz im dritten Quartal und ebenso mit seinem Ausblick enttäuscht. Auch die Pläne von Microsoft-Chef Ballmer, wie man Apple im Bereich mobiler Unterhaltungselektronik Marktanteile abnehmen will, beeindruckten offenbar wenig. Die Aktie fiel im nachbörslichen Handel um sechs Prozent.

HB SEATTLE. Das Nettoergebnis sei gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 16 Prozent auf 2,98 Mrd. Dollar oder 29 Cent pro Aktie gestiegen, teilte das US-Unternehmen am Donnerstag nach New Yorker Börsenschluss mit. Der Umsatz wuchs um 13 Prozent auf 10,9 Mrd. Dollar. Befragte Branchenexperten hatten im Durchschnitt mit einem Ergebnis von 33 Cent je Anteilsschein bei einem Umsatz von 11,04 Mrd. Dollar gerechnet.

Das Ergebnis im Geschäftsjahr ab 1. Juli wird Microsoft zufolge belastet sein von Investitionen für neue Produkte etwa aus der Windows-Sparte, für Software-Dienstleistungen und die Kosten für die beschleunigte Lieferung der neuen Spielekonsole Xbox 360. Zudem würden die Verkäufe von Personal- und Server-Computern langsamer wachsen. „Der Ausblick für das nächste Jahr war schwächer als erwartet vor allem wegen des kommenden neuen Produktzyklus“, sagte Analyst Kim Caughey von Fort Pitt Capital. „Microsoft legt sich die Latte oft sehr niedrig.“

Wegen der erwarteten verhaltenen Nachfrage prognostizierte Microsoft einen Jahresgewinn zwischen 1,36 Dollar und 1,41 Dollar pro Aktie einschließlich der Wandelrechte. Der Umsatz werde bei 49,5 Mrd. bis 50,5 Mrd. Dollar liegen. Die Branchenexperten hatten einen Gewinn ohne Sonderposten von 1,53 Dollar je Anteilsschein bei einem Umsatz von 49,5 Mrd. Dollar geschätzt.

„Die Wall Street flippte aus, weil Microsoft eine Menge Geld für seine Dienstleistungen investiert“, sagte Analyst Toan Tran von Morningstar. Die Ausgaben seien aber notwendig, um konkurrenzfähig zu bleiben. Der Experte begrüßte, dass das Unternehmen künftig seine Programme und Updates verstärkt über das Internet verkaufen will und sich langsam von Datenträgern als traditionellem Vertriebsweg abwendet.

Ausschlaggebend war für die Anleger aber offenbar, dass Microsoft die Erwartungen nicht erfüllte: Die Aktie fiel um 1,63 Dollar auf 25,62 Dollar im nachbörslichen Handel. An der Nasdaq hatte sie zuletzt bei 27,25 Dollar notiert.

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