Quartalszahlen
Microsoft sorgt für Windows-Erfolg vor

Der weltgrößte Software-Hersteller Microsoft hat den Grundstein für einen bilanziellen Erfolg seines neuen Betriebssystems Windows 7 gelegt. Das Unternehmen hat im jetzt zu Ende gegangenen ersten Quartal des laufenden Fiskaljahres nur rund die Hälfte des Umsatzes mit dem Vorgängerprodukt Vista gebucht.

FRANKFURT. Der Grund dafür ist: Das Unternehmen will abwarten, ob die Kunden die "mitgekaufte" Option einer Aufrüstung auf Windows 7 nutzen. Erst in den kommenden Wochen, also im laufenden "Windows-7-Quartal", wird der restliche Umsatz gebucht.

Das Vorgehen des Software-Riesen ist nicht ungewöhnlich. Die amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften erlauben diese aufgeschobenen Umsätze oder "deferred revenues", schreiben sie in vielfach vor. Gerade in der Software-Industrie kommt die Regel häufig zum Tragen, etwa wenn es um langlaufende Wartungsverträge geht, die nur quartalsweise bilanziert werden dürfen, aber bereits fest in der Kasse sind.

Für Microsoft hat diese Praxis aber den schönen Effekt, im laufenden Quartal und damit gleich zu Beginn des Marktstarts einen nennenswerten Umsatzeffekt des neuen Windows 7 zeigen zu können. Der Konzern setzt große Hoffnungen auf das System, nachdem der Vorgänger Vista bei Kunden nicht unbedingt auf große Gegenliebe und Akzeptanz gestoßen ist.

Unter dem Strich hat Microsoft immerhin 1,47 Mrd. Dollar an Umsatz in die Zukunft verschoben, mit der entsprechenden Folge auch für das Ergebnis. Laut Microsoft entspricht dieser nicht gebuchte Umsatz immerhin 0,12 Dollar je Aktie. Damit hätte der Konzern aus Redmond eigentlich ein Ergebnis je Aktie von 0,52 Dollar erzielt, ein Plus von acht Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. So steht am Ende nur 0,40 Dollar je Aktie in den Büchern.

Microsoft hatte am vergangenen Freitag für das erste Quartal ein Nettoergebnis von 3,57 Mrd. Dollar berichtet, ein Minus von 18 Prozent. Der Umsatz fiel um 14 Prozent auf 12,92 Mrd. Dollar. Hätten die Microsoft-Controller den gesamten Vista-Umsatz gebucht, wäre der Umsatz dagegen nur um vier Prozent gefallen auf dann 14,39 Mrd. Dollar.

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