Quartalszahlen
Nokia trotz Gewinnrückgangs besser als erwartet

Der neue Nokia-Chef Stephen Elop ist erst seit einem Monat im Amt, jetzt durfte er eine Überraschung verkünden: Der weltgrößte Handyhersteller hat vor allem dank eines guten Absatzes billigerer Smartphones im dritten Quartal besser abgeschnitten als erwartet. Gleichzeitig kündigte Nokia den Abbau von 1800 Stellen an.
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HB HELSINKI. Der weltgrößte Handyhersteller Nokia hat vor allem dank eines guten Absatzes billigerer Smartphones im Quartal besser abgeschnitten als erwartet. Der überraschend positive Bericht schickte den Aktienkurs des Konzerns auf einen Höhenflug von mehr als acht Prozent. "Der Gewinn in der Handysparte liegt 30 Prozent über den Erwartungen, das ist ganz klar ein sehr großer Wurf", sagte James Dawson von Morgan Stanley.

Im dritten Quartal sank der Gewinn zwar auf 0,14 Euro von 0,17 Euro je Aktie im Vorjahr, wie Nokia am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten aber mit einem Rückgang auf 0,10 Euro je Aktie gerechnet. Den Umsatz bezifferte Nokia mit 10,3 Mrd. Euro. Damit schnitt das Unternehmen auch hier besser ab als von Experten mit zehn Mrd. Euro erwartet.

Erst am 21. September hatte Nokia mit Stephen Elop einen neuen Firmenchef installiert. Er soll den seit vier Jahren anhaltenden Rückgang des Marktanteils stoppen, für den sein Vorgänger Olli-Pekka Kallasvuo verantwortlich gemacht wurde. Zudem soll Elop Nokia im Smartphone-Bereich voranbringen. Hier ist Nokia gegenüber Geräten wie dem iPhone von Apple oder dem Blackberry von RIM zuletzt zunehmend ins Hintertreffen geraten.

Nokia teilte mit, der Marktanteil werde in diesem Jahr etwas unter Vorjahresniveau liegen. Im abgelaufenen Quartal verkaufte Nokia 110,4 Mio. Handys und damit etwas weniger als erwartet. Bei den Smartphones konnte das Unternehmen 26,5 Mio. Stück absetzen.

Der Konzerumbau soll auch unter der neuen Führung weitergehen. Nokia kündigte an, die Restrukturierung werde beschleunigt und solle die Effizienz erhöhen. Bis zu 1800 Stellen sollen dabei weltweit wegfallen. Das sind drei Prozent der Belegschaft im Kerngeschäft.

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