Quartalszahlen
Nokia verkauft mehr Lumia-Smartphones

Gemischte Gefühle bei Nokia: Vor dem Verkauf der Handysparte an Microsoft schreibt der Konzern rote Zahlen, der Umsatz geht deutlich zurück. Die Lumia-Smartphones werden aber immer beliebter.
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EssenDer einstige Handy-Weltmarktführer Nokia kämpft sich mit einem Absatzschub bei seinen Lumia-Smartphones aus der Krise. Im dritten Quartal gab es unterm Strich zwar noch einen Verlust von 91 Millionen Euro, wie das finnische Unternehmen am Dienstag mitteilte. Im Vorjahresquartal war aber noch ein Riesen-Minus von 959 Millionen Euro aufgelaufen. Immerhin schrieb der Hersteller im operativen Geschäft schwarze Zahlen, der Betriebsgewinn lag bei 118 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum stand noch ein Verlust von 564 Millionen Euro in den Büchern. Der Umsatz fiel um knapp 22 Prozent auf 5,66 Milliarden Euro.

Nokia verkauft gerade seine Gerätesparte an Microsoft, der Deal soll Anfang 2014 abgeschlossen werden.

Nach der Vorstellung neuer Modelle konnte Nokia deutliche Zuwächse im lange schwachen Smartphone-Geschäft präsentieren. Es wurden 8,8 Millionen Lumia-Geräte verkauft – etwa drei Mal so viele wie im Vorjahreszeitraum. Selbst im Vergleich zum zweiten Quartal 2013 stieg der Absatz um knapp ein Fünftel. Allerdings wurde das Plus zu einem großen Teil vom günstigen Lumia 520 getragen, wie Nokia einräumte. Der durchschnittliche Gerätepreis sank daher binnen drei Monaten von 157 auf 143 Euro.

Damit liegt Nokia immer noch weit hinter den beiden größten Smartphone-Anbietern Samsung und Apple zurück. Die Südkoreaner kommen mit ihrem Mix aus billigen und hochpreisigen Geräten auf über 70 Millionen Smartphones pro Quartal. Apple verkaufte im dritten Quartal 33,8 Millionen seiner teuren iPhones. Nokia setzte Anfang 2011 auf Microsofts Windows Phone als Smartphone-Betriebssystem und konnte bisher nur schrittweise Marktanteile dazugewinnen.

Immerhin vermeldete Nokia jetzt einen Erfolg in den USA, wo die Finnen über Jahre keinen Fuß in die Tür bekamen. Der Geräteabsatz schoss von 500.000 im zweiten Quartal auf 1,4 Millionen hoch.

Im Handygeschäft setzten die Finnen insgesamt knapp 2,9 Milliarden Euro um und damit 19 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der operative Verlust reduzierte sich auf 47 Millionen Euro nach 252 Millionen im Vorjahr.

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  • Ein paar Hinweise an den Verfasser:
    1. Nokia hält schon seit etwa 6 Jahren die Mehrheit an NSN, genauer gesagt, seit der Gründung des damilgen Gemeinschaftsunternehmens. Das Siemens sich davon seinerzeit zum Teil trennte war eine der Heldentaten von dem exzellentem Klaus Kleinfeld, heute Chef von Alcoa.
    2. Auch vor der Zusammenlegung gingen die Geschäfte über Jahre hinweg, grad deswegen wurde zusammengelegt.
    3. Nur der restliche Siemensanteiö wurde kürzlich erworben, was für Aufatmen bei Siemens sorgte.

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