Quartalszahlen
Oracle hinkt SAP hinterher

Eine Gewinnsteigerung von zehn Prozent, die Dividende verdoppelt – und dennoch enttäuschte Anleger. Der US-Softwarekonzern Oracle hat in seinem Schlussquartal vor allem ein Problem: den Vergleich mit seinem Rivalen SAP.
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Redwood ShoresDer SAP-Rivale Oracle schafft es einfach nicht, sein Geschäft wieder in Schwung zu bringen. Der Umsatz stagnierte im vierten Geschäftsquartal (März bis Mai) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei elf Milliarden Dollar (8,3 Milliarden Euro).

Dabei war der vom Milliardär Larry Ellison gelenkte Konzern früher rasant gewachsen. Jedoch erweist sich schon seit einiger Zeit das zugekaufte Geschäft mit leistungsstarken Firmenrechnern als Klotz am Bein. Auch im Gesamtjahr kam Oracle nicht vom Fleck.

Die besonders im Blickpunkt stehenden Einnahmen mit neuer Software und Internet-Diensten legten lediglich um ein Prozent zu und blieben damit am unteren Ende der selbstgesteckten Ziele. Im März hatte das Unternehmen hier noch einen Zuwachs von einem bis zu elf Prozent in Aussicht gestellt, nachdem der Umsatz im dritten Quartal sogar gesunken war. Das Geschäft mit neuer Software ist für Oracle besonders wichtig, da es renditeträchtiger und mit langfristigen Service-Verträgen verbunden und damit ein Indikator für die Entwicklung des Unternehmens ist.

Dank Kosteneinsparungen gelang es Oracle allerdings, seinen Gewinn im Schlussquartal um zehn Prozent auf unterm Strich 3,8 Milliarden Dollar zu steigern, wie das Unternehmen am Donnerstag am Sitz im kalifornischen Redwood Shores mitteilte.

Das reichte allerdings nicht, um die Anleger zu überzeugen. Die Aktie fiel nachbörslich um mehr als acht Prozent. Dabei überschüttete Oracle seine Anteilseigner mit Geschenken: Das Management will eigene Aktien für weitere bis zu zwölf Milliarden Dollar zurückkaufen und verdoppelte die Dividende.

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Konkurrent SAP wuchs bis zuletzt

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