Quartalszahlen
Pro Sieben Sat 1 übertrifft Erwartungen

Die Sendergruppe Pro Sieben Sat 1 hat im zweiten Quartal den Gewinn gesteigert und die Erwartungen der Analysten leicht übertroffen. Positiv wirkte sich das Finanzergebnis auf die Zahlen aus. Der Umsatz stagnierte indes. Und auch beim Ausblick konnte das Unternehmen nicht überzeugen.

HB MÜNCHEN. Im zweiten Quartal sei das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 2,6 Prozent auf 158,8 Mill. Euro gestiegen, teilte das Münchener Unternehmen am Mittwoch mit. Der Konzernüberschuss kletterte um 4,6 Prozent auf 87,2 Mill. Euro. Das im MDax gelistete Unternehmen übertraf damit leicht die Analystenerwartungen. Die neun im Vorfeld der Veröffentlichung befragten Experten hatten mit einen Ergebnis von 85,5 Mio EUR gerechnet. Das Finanzergebnis verbesserte sich im zweiten Quartal um 41% auf minus fünf Mio EUR, nachdem es Vorjahreszeitraum noch minus 8,4 Mio EUR betragen hatte. Ende Juli 2006 hatte Pro Sieben Sat 1 eine Hochzinsanleihe vorzeitig zurückgeführt.

Der Umsatz im Berichtsquartal stagnierte indes bei 551,6 Mio EUR nach 550,9 Mio EUR im Vorjahr, wo insbesondere hohe Werbeaktivitäten im Vorfeld der Fußball-WM die Erlöse steigen ließen. Das EBITDA für das zweite Quartal bezifferte die Senderkette auf 158,8 Mio EUR, 2,6 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Die Analysten hatten bei einem Umsatz von 557 Mio EUR mit einem EBITDA von 152 Mio EUR gerechnet. Nachdem Pro Sieben Sat 1 Ende Juni die pan-europäische Senderkette SBS Broadcasting für 3,3 Mrd EUR erworben hatte, veröffentlichte sie mit Vorlage des Zwischenberichtes auch pro forma Kennziffern für das erste Halbjahr 2007. Demnach hätten beide Senderketten gemeinsam mit 1,58 Mrd EUR um 5,1% mehr erlöst und ein um 13,5% höheres EBITDA von 360,3 Mio EUR erzielt.

Nach wie vor rechnet Pro Sieben Sat 1 mit einem Wachstum des deutschen TV-Werbemarktes von zwei bis drei Prozent. Zum weiteren Ausbau seiner Online-Aktivitäten hat Pro Sieben Sat 1 die Mehrheit an dem Ratgeberportal „wer-weiss-was“ erworben.

Ein Händler nannte die Zahle „in line“. Der Kurs notiert vorbörslich kaum verändert. Der Ausblick auf den Werbemarkt sei „unspektakulär“. Noch zu würdigen sei der längerfristige Ausblick mit den SBS-Synergien.

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