Quartalszahlen
Schwaches PC-Geschäft lässt Intel-Gewinn schrumpfen

Jahrelang eilte der Chipkonzern Intel von Rekord zu Rekord. Doch der Niedergang des Geschäfts mit Notebooks und Desktop-Computern trifft den Branchenprimus ins Mark. Intel sucht verstärkt nach neuen Einnahmequellen.
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Santa ClaraDer Chip-Riese Intel gerät immer stärker in den Strudel der PC-Krise. Nach einem erneuten Gewinn- und Umsatzrückgang zu Jahresbeginn rechnet der US-Konzern auch im laufenden Quartal mit schwächeren Geschäften. Der scheidende Vorstandschef Paul Otellini hat daher die Investitionen für 2013 gekürzt - um rund eine Milliarde Dollar auf nunmehr zwölf Milliarden. Das Problem: Verbraucher lassen traditionelle Computer immer öfter links liegen und greifen lieber zu Tablet-Rechnern und Smartphones, die meist ohne "Intel inside" auskommen.

Im Auftaktquartal 2013 brach der Gewinn der Amerikaner binnen Jahresfrist um ein Drittel auf gut zwei Milliarden Dollar ein. Der Umsatz ging rund drei Prozent auf 12,6 Milliarden Dollar zurück. Schon im vierten Quartal 2012 mit dem für die Technologiebranche wichtigen Weihnachtsgeschäft waren Gewinn und Umsatz in ähnlichem Umfang gesunken. Im laufenden Vierteljahr peilt das Unternehmen Erlöse von rund 13 Milliarden Dollar an.

Intel hat den Trend zu Smartphones und Tablet-Computern verschlafen. Vor allem der britische Chip-Entwickler ARM setzt dem Branchenprimus mit seinen stromsparenden Rechenkernen zu, alte Rivalen wie Samsung, Qualcomm und Nvidia gewinnen im Geschäft mit den neuen Mobilgeräten immer mehr an Boden. Auch die Einführung des neuen PC-Betriebssystems Windows 8 durch den traditionellen Partner Microsoft im Oktober brachte nicht den erhofften Schwung.

Im Gegenteil: Der Absatz herkömmlicher PCs fiel im ersten Quartal um 14 Prozent. Das ist der schwerste Einbruch seit Beginn der Datenerhebung 1994. In Deutschland lief es Intel-Landeschef Christian Lamprechter zufolge nicht so schlecht. "Insgesamt war es ein gutes Quartal", sagte er Reuters. Vor allem der Mittelstand rüste seinen IT-Bestand auf. Die Verbraucher seien noch zögerlich, hätten über alle Geräte-Kategorien hinweg aber etwas mehr gekauft als vor Jahresfrist.

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  • Unglaublich wie Steve Jobs den Markt veraendert hat. Es betrifft altbekannte Firmen wie Microsoft, Intel, Dell, Gigabyte, AMD und, und... Kodak-Erinnerungen? Wird es so weit kommen?

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