Quartalszahlen
Sun steckt in roten Zahlen fest

Der US-Computerkonzern Sun Microsystems hat im abgelaufenen Quartal beim Umsatz weiter zugelegt, aber erneut Verlust gemacht. Sun-Micro-Chef Scott McNealy äußerte sich dennoch zuversichtlich zur Geschäftsentwicklung.

dpa SANTA CLARA. „Wir sind überzeugt von unserer Produkt-Strategie, und für die nötige Schwungkraft feuern wir auf allen Zylindern“, sagte McNealy nach Bekanntgabe der Zahlen am Dienstag (Ortszeit) in Santa Clara (Kalifornien). Dank der jüngsten Übernahmen der Speicherspezialisten StrageTek und See Beyond habe das Unternehmen im ersten Geschäftsquartal den Umsatz steigern können, sagte McNealy. Die Erlöse legten von 2,63 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal auf 2,73 Mrd. Dollar (2,3 Mrd Euro) zu. Analysten hatten allerdings im Schnitt mit 2,89 Mrd. gerechnet. Mit einem reduzierten Fehlbetrag von 123 Mill. Dollar (Vorjahr: 133 Mio Dollar) traf der IT-Dienstleister dagegen die Markterwartungen.

In Deutschland habe Sun die Profitabilität massiv steigern können, sagte Sun-Deutschlandchef Marcel Schneider der dpa. Allein der Absatz von Rechenanlagen auf Basis von x86er-Prozessoren im mittleren Preissegment habe sich verdoppelt. Der europäische Markt bringt bei Sun bereits 33 % der Umsätze gegenüber 43 % aus dem US-Geschäft. „In der Hinsicht sind wir deutlich internationaler geworden“, sagte Schneider. In den vergangenen zwei Jahren steuerte der amerikanische Markt noch 46 % bei. Im Speichergeschäft verzeichne das Unternehmen bereits jetzt „massive Synergien“ durch die laufende Integration des Speicherspezialisten StorageTek.

Mit einer Reihe neuer Produkte will der IT-Dienstleister auch im anlaufenden Quartal punkten. Einen positiven Einfluss auf den Umsatz erwarte Sun durch eine neue Chip-Entwicklung. Der neue Prozessor „Niagara“ nutzt die so genannte Multithreading-Technologie. Auf einem Stück Silizium befinden sich dabei acht Prozessoren, die über vier Wege kommunizieren können. Die Leistung des Chips liege damit um den Faktor drei bis sechs über der der Konkurrenzprodukte, sagte Schneider. „Damit verschafft sich Sun mindestens ein Jahr Wettbewerbsvorteil.“

Entsprechend ausgestattete Server seien bereits bei eBay im Einsatz. Das Internet-Auktionshaus erreiche gegenüber aktuellen Intel-Chips eine sechsfache Leistung bei einer drastischen Reduzierung der Stromkosten um den Faktor zehn. Neben dem weiteren Engagement im so genannten Grid-Computing, bei dem für große Rechenaufgaben wie in der Genomforschung oder bei Wetterprognosen Computerleistung großer Rechner-Netze genutzt wird, werde Sun künftig einen Schwerpunkt in die Entwicklung von Software legen. „Bereits heute laufen rund 70 % der Kosten für Forschung und Entwicklung in Software-Projekte ein“, sagte Schneider.

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