Quartalszahlen
Telekom sieht keine Besserung in den USA

Dem Ausland sei Dank: Die Deutsche Telekom hat im zweiten Quartal Umsatz und Gewinn gesteigert. Allerdings blieb das Umsatzwachstum leicht unter den Prognosen und vor allem der Nettogewinn war deutlich schwächer als erwartet. Operativ sah es dagegen besser aus. Grund zur Freude bereiten lediglich die Auslandsgeschäfte, vor allem in Griechenland.

MAILAND/BONN. Die Deutsche Telekom kommt beim Umbau ihres Mobilfunkgeschäfts in den Vereinigten Staaten nur langsam voran. Die unterdurchschnittlichen Monatsumsätze der Kunden und ihre hohe Wechselbereitschaft machen der Tochter T-Mobile USA zu schaffen. Ein schnelles Ende der Wachstumsprobleme erwartet der Konzern nicht: „Das dritte Quartal wird noch keine Trendwende bringen“, sagte Vorstandschef René Obermann gestern bei der Vorlage der Quartalsergebnisse.

Die Nummer vier auf dem amerikanischen Mobilfunkmarkt leidet seit langem unter mangelnder Effizienz. Wachstum erhofft sich T-Mobile USA künftig aus dem Geschäft mit mobilem Internet. Unter Hochdruck wird das Netz für das ultraschnelle mobile Internet ausgebaut, bis Jahresende soll die Abdeckung bei rund 200 Millionen Menschen liegen. „Die einzige Hoffnung für T-Mobile USA ist, mit dem Ausbau des Netzes endlich das mobile Datengeschäft in Schwung zu bringen“, sagte Analyst Frank Rothauge vom Bankhaus Sal. Oppenheim.

Angesichts der Probleme ging der Umsatz der US-Tochter im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,3 Prozent auf 4,65 Mrd. Dollar zurück. Die Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) blieb dank Einsparungen von 300 Mio. Dollar im Vergleich zum zweiten Quartal des vergangenen Jahres nahezu gleich bei 30 Prozent.

Für Obermann hat der amerikanische Ableger höchste Priorität. Probleme bei den Telekom-Töchtern in den USA und Großbritannien hatten im April dazu geführt, dass die Telekom ihre Ebitda-Prognose senken musste.

Während der Konzern in diesen Märkten noch kämpfen muss, sorgt die Übernahme der griechischen OTE für Zuversicht. Durch die Konsolidierung der Telefongesellschaft in diesem Jahr stiegen die Gesamterlöse der Deutschen Telekom im zweiten Quartal um 7,4 Prozent auf 16,2 Mrd. Euro. Beim Ebitda legte der Konzern vor allem dank eines harten Sparkurses in den USA, Großbritannien und Polen um 8,4 Prozent auf 5,3 Mrd. Euro zu. Die Zahl der Festnetzanschlüsse reduzierte sich im zweiten Quartal langsamer als erwartet. Sie ging um 473 000 auf rund 27 Mio. zurück. Zum Vergleich: Im ersten Quartal hatten 602 000 gekündigt.

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