Quartalszahlen unter den Erwartungen
Nokia meldet Gewinneinbruch

Nokia hat im abgelaufenen Quartal einen deutlichen Gewinneinbruch verzeichnet. Der Gewinn pro Aktie sank auf 29 Cent. Die Prognosen lagen bei 32 Cent. Der finnische Handybauer verlor zwei Prozent Marktanteil. Aber der Ausblick auf das vierte Quartal beruhigte die Börsianer, so dass die Aktie leicht anzieht.

HB DÜSSELDORF. Der Umsatz ging um fünf Prozent zurück und blieb mit 12,2 Mrd. Euro unter den Erwartungen. Analysten hatten 12,8 Mrd. Euro erwartet. Im Vorjahreszeitraum lag der Umsatz noch bei 12,9 Mrd. Euro. Für das vierte Quartal gab Nokia an, den Anteil am Handy-Weltmarkt konstant halten zu können. Die Finnen geben an, in diesem Jahr 1,26 Mrd. Handys weltweit verkaufen zu wollen.

Hauptgrund für den Gewinnrückgang sei der immer härter werdende Preiskampf, der auf die weltweite Abschwächung der Wirtschaft zurückzuführen ist. Dies Nokia hatte seine Position in Schwellenländer wie China und Brasilien ausgebaut und damit die Distanz zur Konkurrenz vergrößert. Außerdem belastete Nokia der starke Euro.

Der weltweite Marktanteil sank auf 38 Prozent von 40 Prozent im zweiten Quartal 2008. Nokia setzte mit 117,8 Millionen Handys 5 Prozent mehr Geräte als vor einem Jahr ab, wuchs damit aber langsamer als die Konkurrenz. Der durchschnittliche Preis pro Mobiltelefon fiel weiter auf 72 Euro von 74 Euro noch im zweiten Quartal.

Nokias schärfster Verfolger ist der südkoreanische Samsung-Konzern, der von der Schwäche der Wettbewerber Motorola und Sony Ericsson profitierte. Nokia hatte bereits Anfang September gewarnt, dass der Konkurrenzdruck gestiegen und daher der Marktanteil im dritten Quartal gesunken sei. Die Erwartung für das Gesamtjahr hatte Nokia indes bestätigt. Demnach soll der branchenweite Handy-Absatz um zehn Prozent zulegen.

Das gemeinsam mit Siemens betriebe Gemeinschaftsunternehmen Nokia Siemens Networks erzielte im dritten Quartal einen Umsatz von 3,5 Mrd. Euro. Die Maßnahmen zur Kosteneinsparung sowie zur Effizienzsteigerung zeigten bei dem Netzausrüster offenbar Wirkung: Die operative Marge legte auf null Prozent von minus 3,3 Prozent zu. Nokia bekräftigte das Ziel, bis zum Ende des Geschäftsjahres 2008 in dem Gemeinschaftsunternehmen einen Großteil der anvisierten Kostensynergien von zwei Mrd. Euro realisiert zu haben.

Die Nokia-Aktie drehte nach Bekanntwerden der Quartalszahlen im Xetra-Handel zunächst leicht ins Plus, fiel Dbis um13.35 Uhr aber zurück auf 11,51 Euro und liegt damit 1,6 Prozent im Minus.

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