Rasantes Wachstum erwartet: Werbung im Internet boomt

Rasantes Wachstum erwartet
Werbung im Internet boomt

Werbung im Internet wird nach Ansicht von Branchenexperten im neuen Jahr kräftig zulegen. Die Investmentbank Credit Suisse First Boston hat ihre Prognose für den Markt erhöht und rechnet mit einem Wachstum von 32 Prozent auf 16,6 Mrd. Dollar.

NEW YORK. Die Zunahme wird wohl auf Kosten traditioneller Medien gehen: „Wir beobachten eine Verlagerung am Markt“, sagt Mary Baglivo, Vorstandschef der Werbeagentur Saatchi & Saatchi. „Ganz klar geht der Trend weg von traditionellen TV und Printmedien.“

Eine Umfrage von Credit Suisse ergab, dass knapp die Hälfte der für Werbung verantwortlichen Manager bei Unternehmen ihre Internetwerbung in diesem Jahr um fast 30 Prozent aufstocken wird. Hervorgehobene Links zu Werbekunden, womit Google den höchsten Umsatz erzielt, und grafische Werbung wie beispielsweise Banner werden 2006 die beliebteste Art der Internetwerbung bleiben, prognostiziert Credit Suisse Firts Boston. Das stärkste Wachstum werde es jedoch bei Onlinewerbung mit Animation, Ton oder interaktiven Features geben. Bis 2008 werde dieser Bereich die Bannerwerbung überholt haben. „Videoclips sind das überzeugendste und gestalterisch ansprechendste Medium für die Werbekunden“, sagt Nate Elliott, Analyst beim Londoner Internet-Marktforschungsinstitut Jupiter Research. Hewlett-Packard platzierte jüngst einen animierten Clip für den neuen Fotodrucker Photosmart auf der Website von Yahoo, auch Pepsi und General Motors sind mit ihrer Videowerbung Kunden des weltgrößten Internetportals.

Für die Internetfirmen macht sich animierte Werbung bezahlt. Sie verlangen dafür durchschnittlich 10,81 Dollar pro 1 000 Besucher der Seite, verglichen mit 2,85 Dollar für Banner, geht aus Daten der Marktforscher Nielsen/NetRatings hervor. Im Vergleich zum Vorjahr kletterten die Ausgaben für animierte Werbung um 23 Prozent, während sich die Bannerausgaben verdoppelten.

Bislang setzen Unternehmen für Internetclips vor allem Werbespots ein, die sie für das Fernsehen gedreht haben, weil sie nicht in beide Formate investieren wollen. Dies werde sich jedoch ändern, da für Internetvideos günstigere Produktionsmöglichkeiten entstehen, erwartet Rosemarie Ryan, Präsidentin des New Yorker Büros von J. Walter Thompson Co. Die Werbeagentur kann in ihrem digitalen Video-Produktionsstudio zehn Internetclips für den Preis von einem TV-Spot drehen. „In unserer Branche findet eine richtungweisende Veränderung statt“, sagt Ryan. „Die Werbekunden wissen, dass sie neue interessantere Möglichkeiten finden müssen, um die Leute anzusprechen.“

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