Rationalisierungsmaßnahmen
Telia Sonera streicht 2 900 Arbeitsplätze

Schwedens größter Telekom-Konzern, die schwedisch-finnische Telia Sonera, leidet unter massiver Kundenflucht. Bis 2009 will das Unternehmen insgesamt 2 900 Stellen in Schweden und Finnland streichen. Die Rationalisierungsmaßnahmen seien "absolut notwendig", erklärte Telia Sonera-Chef Lars Nyberg, um den Konzern wieder rentabler zu machen.

STOCKHOLM. Zwei Drittel der Stellenstreichungen sollen in Schweden, ein Drittel in Finnland vorgenommen werden. Insgesamt beschäftigt der nach der norwegischen Telenor zweitgrößte nordeuropäische Telekom -Konzern knapp über 32 000 Mitarbeiter.

Das Sparprogramm wird etwa vier Mrd. Kronen (426 Mill. Euro) kosten, von denen Zweidrittel das Ergebnis in diesem Jahr belasten werden. Nyberg hofft, durch die Maßnahme insgesamt fünf Mrd. Kronen einsparen zu können.

Wie andere ehemalige Telekom -Monopolisten leidet Telia Sonera unter Kundenschwund: Immer mehr Menschen kündigen ihr Festnetz-Telefonabo und ziehen mobile Dienste vor. Außerdem haben viele Konkurrenten früher als Telia Sonera auf das gestiegene Preisbewusstsein bei den Kunden reagiert.

An der Börse wurde Telia Sonera abgestraft. Die Aktie fiel in Stockholm zwischenzeitlich um über neun Prozent, der größte Kurssturz seit fünf Jahren. Als Grund nannten Analysten die deutliche Senkung der Dividende auf vier Kronen. Vor einem Jahr hatte der Konzern noch 6,30 Kronen je Aktie ausgeschüttet.

Helmut Steuer berichtet für das Handelsblatt aus Skandinavien. Regelmäßig ist er auch in der Ukraine unterwegs.
Helmut Steuer
Handelsblatt / Korrespondent
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