Rechte für Live-Übertragungen gingen an den Telekomkonzern Versatel
De Mol kauft Fußball-Rechte in den Niederlanden

Das öffentlich-rechtliche Fernsehen in den Niederlanden hat nach 40 Jahren die Senderechte für die Spiele der ersten Fußball-Liga verloren.

HB ZEIST. Die 18 Profi-Vereine der Ehrendivision entschieden am Mittwoch in Zeist, die Rechte für die kommenden drei Jahre an den Medienunternehmer John de Mol zu verkaufen. Für 35 Millionen Euro pro Jahr bekam de Mol den Zuschlag für die Zusammenfassungen der Spiele. De Mol, der den TV-Produktionskonzern Endemol („Big Brother“) gründete, will im August kommenden Jahres einen eigenen kommerziellen TV-Sender gründen.

Die Rechte für die Live-Übertragungen gingen an den Telekomkonzern Versatel, an dem de Mol rund 42 Prozent der Anteile hält. Diese Spiele sollen nur mit einem Decoder empfangen werden. Der kommerzielle Sender RTL erhielt für rund 3,5 Millionen Euro den Zuschlag für die Live-Übertragungsrechte von einem Spiel jeden Freitag. Die öffentlich-rechtliche NOS bekam erneut für die Radioübertragungen den Zuschlag.

Die 18 in der Ehrendivision zusammengeschlossenen Vereine erhielten für die Übertragungsrechte insgesamt 70 Millionen Euro pro Jahr. Der Preis für die Rechte ist nach den Worten des Vorsitzenden des Verbandes, Michael van Praag, um 70 bis 75 Prozent im Vergleich zu den vergangenen Jahren gestiegen. Die NOS reagierte enttäuscht. Offenbar habe nicht Kontinuität und Qualität in der Berichterstattung, sondern der Preis den Ausschlag gegeben. Der öffentlich-rechtliche Sender hatte 32,5 Millionen Euro geboten.

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