Reduzierung des Grundkapitals
SAP zieht erstmals eigene Aktien ein

Der Softwarehersteller SAP wird erstmals in seiner Unternehmensgeschichte eigene Aktien einziehen. Geplant sei, 23 Mill. Aktien aus dem Bestand zu nehmen, teilte das Unternehmen mit. Damit werde sich das Grundkapital um rund 1,8 Prozent reduzieren. Die Börse reagierte positiv auf die Ankündigung. Das SAP-Papier konnte gut ein Prozent zulegen.

HB FRANKFURT. Allerdings wird die Maßnahme nach Angaben eines Sprechers keinerlei Auswirkungen auf die wesentlichen Kennzahlen haben. Die Aktien befänden sich bereits im Besitz des Unternehmens. Sie stammten aus früheren Aktienrückkäufen. „Diese Aktien sind nicht dividendenberechtigt“, sagte der Sprecher. Es werde sich also nichts ändern. Das gelte auch für die Prognose. Auf dem Börsenparkett waren am Freitag kurzfristig Gerüchte aufgetaucht, SAP plane auch eine Änderung der Vorgaben.

Die eingezogenen Aktien sollen vernichtet werden. Zwar hatte sich SAP-Chef Henning Kagermann in der Vergangenheit stets kritisch gegenüber dem simplen Einziehen von eigenen Aktien geäußert. Ein normaler Aktienrückkauf sei dagegen sinnvoll, da das SAP-Papier ein Wachstumswert sei. Dass das Management sich nun doch dazu entschlossen hat, Aktien zu vernichten, hat aber vor allem optische Gründe.

Durch die diversen Rückkaufprogramme befinden sich im sogenannten Treasury-Stock – also dem Aktiendepot – des Unternehmens mittlerweile knapp 4,9 Prozent des SAP-Grundkapitals. Da das Unternehmen auch künftig eigene Papiere zurückkaufen will, würde SAP demnächst den Anteil von fünf Prozent überschreiten und müsste das offiziell an die Finanzaufsicht melden. Das sei optisch eine eher ungewöhnliche Sache, begründete der SAP-Sprecher die Maßnahme.

SAP hat im ersten Halbjahr Aktien im Wert von 500 Mill. Euro zurückerworben. Für den Rest des Jahres ist der Rückkauf im Volumen von nochmals 700 Mill. Euro geplant. Die Papiere sind für die Programme zur Mitarbeiterbeteiligung gedacht.

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