Reduzierung des Personalstandes
Colt Telecom übertrifft Erwartungen leicht

Obwohl der Umsatz des europäischen Telekom-Anbieters etwas hinter den Prognosen der Analysten zurückblieb, konnte das Londoner Unternehmen das operative Ergebnis dennoch steigern. Wie Colt-Chairman Barry Bateman erklärte, sei Colt "weiterhin in guter finanzieller Verfassung“.

HB LONDON. Das operative Ergebnis Ebitda des britischen Telekommunikationsbetreibers habe in den Monaten Januar bis März 46,5 Mill. Pfund (umgerechnet 69,3 Mill. €) betragen und liege damit um 37 % höher als im Vorjahr. Dieses teilte das Unternehmen am Mittwoch in London mit. Zuvor hatten Analysten als Ebitda (Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und Amortisationen) 45 Mill. Pfund erwartet. Der Umsatz stieg nach Firmenangaben im Jahresvergleich um elf Prozent auf 301,1 Mill. Pfund, während Analysten mit 302 Mill. Pfund gerechnet hatten. Unter dem Strich erwirtschaftete Colt einen Quartalsverlust in Höhe von 19,8 Mill. Pfund, nach 40,6 Mill. Pfund im Vorjahreszeitraum.

Colt ist in 13 europäischen Ländern aktiv und bietet vor allem für Geschäftskunden Telekommunikationsdienste an. Wie bereits in den Vorquartalen sieht sich der Anbieter auf gutem Weg, im Jahr 2005 dauerhaft einen Kapitalmittelüberschuss zu erwirtschaften. Im ersten Quartal 2004 betrug der als Free Cash Flow bezeichnete Kapitalüberschuss 13,8 Mill. Pfund. Ein Überschuss bei den Kapitalmitteln bedeutet, dass sich ein Unternehmen selbst aus dem operativen Geschäft finanzieren kann, ohne Schulden zu machen. Colt-Chairman Barry Bateman erklärte, „Colt ist weiterhin in guter finanzieller Verfassung.“

Im Jahresvergleich hat Colt zur Senkung der Kosten seinen Personalbestand um 12,5 % auf rund 4. 050 Beschäftigte reduziert. „Striktes Kostenmanagement der Betriebskosten bleibt eine Priorität“, erklärte Vorstandschef Steve Akin. Colt Telecom wird von der US-Fondsgesellschaft Fidelity kontrolliert.

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