Regelung beträfe nur den Airbus A380
US-Repräsentantenhaus plant angeblich Sperrfrist gegen Airbus

dpa-afx HAMBURG. Pläne in den USA für ein Schutzsystem gegen Raketenangriffe auf Zivilflugzeuge könnten den Super-Airbus A380 nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" behindern. Der Vorsitzende im Luftfahrtausschuss des Repräsentantenhauses, John Mica, habe kürzlich eine Gesetzesinitiative gestartet, die allein auf den Airbus A380 ziele, aber nicht auf den amerikanischen Konkurrenten Boeing. Neue Jets "mit einer maximalen Passagierkapazität von mindestens 800 Sitzen" oder einem Abfluggewicht von mindestens 450 Tonnen müssten mit Schutzsystemen gegen tragbare Flugabwehrraketen ausgestattet werden.

Die Regelung solle spätestens zwei Jahre nach Zulassung solcher Schutzsysteme durch die US-Luftfahrtbehörde FAA wirksam werden. schreibt der "Spiegel". Sie beträfe allein den neuen Super-Airbus, den Mica ein "unwiderstehliches Ziel für Terroristen" genannt habe. Die bisherigen Jumbojets von Boeing blieben unter den Grenzen. Im Auftrag der US-Regierung untersuche Northrop Grumman, wie militärische Schutzsysteme, etwa Laser, zum Ablenken wärmesuchender Raketenköpfe in zivile Airliner eingerüstet werden könnten. Die Rüstungsschmiede habe Mica mit Wahlkampfspenden unterstützt, berichtet das Magazin. Der Vorgang erinnere an Zeiten, da US-Behörden dem europäischen Überschallflieger "Concorde" aus Lärmschutzgründen den Anflug auf New York untersagen wollten.

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