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Rekord-Ergebnis: SAP liegt auf Kurs

SAP hat das beste zweite Quartal der Konzerngeschichte hingelegt. Und auch die langfristigen Aussichten sehen gut aus für den Softwareriesen: Das angestrebte Renditeziel für 2015 ist zum Greifen nah.

Das Logo des Softwareherstellers SAP am Konzernsitz in Walldorf. Quelle: SAP/dpa
Das Logo des Softwareherstellers SAP am Konzernsitz in Walldorf. Quelle: SAP/dpa

WalldorfEuropas größter Softwarekonzern SAP hat nach dem Rekordumsatz im zweiten Quartal seine Geschäftsprognose für das laufende Jahr bekräftigt. "Mit dieser Entwicklung im ersten Halbjahr 2012 und unserem starken Fokus auf operative Effizienz sind wir auf dem richtigen Weg, unsere Gesamtjahresziele 2012 zu erreichen", stellte Finanzchef Werner Brandt am Dienstag bei Veröffentlichung der Bilanz für die Monate Januar bis Juni in Aussicht. SAP liege damit auch im Einklang mit den Zielen für das Jahr 2015: Dann will SAP mit einer operativen Marge von 35 Prozent aufwarten und damit das seit langen angestrebte Renditeziel erreichen. Im Vergleich mit Konkurrenten aus den USA ist das nicht allzu ambitioniert: Denn der mit Datenbank-Software und Milliarden-Übernahmen zum größten Konkurrenten aufgestiegene Oracle-Konzern fuhr zuletzt eine um Sondereffekte bereinigte operative Marge von 46 Prozent ein.

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Zum Motor des Renditewachstums sollen bei SAP neue Software-Entwicklungen wie Cloud-Computing, mobile Geschäftsanwendungen, und schnelle Daten-Analyse werden. Für deren Entwicklung und Verkauf nahmen die Walldorfer im zweiten Quartal dieses Jahres nochmals rund 1550 Mitarbeiter an Bord und beschäftigen nun knapp 61.000 Menschen. Bereits im Auftaktquartal war die Belegschaft um mehr als 3650 Stellen gewachsen.

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Im zweiten Quartal erlöste der mit Oracle und Microsoft sowie vielen kleinen Cloud-Software-Anbietern konkurrierende Walldorfer Konzern mit dem Verkauf von Software-Lizenzen den Rekordwert von 1,06 Milliarden Euro - 26 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Der Software-Verkauf in Deutschland und den übrigen europäischen Ländern schnellte in den Monaten April bis Juni um 22 Prozent nach oben. Bis Jahresende hat sich SAP einen Zuwachs der Software- und Wartungserlöse (ohne Berücksichtigung von Wechselkurseffekten) um zehn bis zwölf Prozent über der Bestmarke des Vorjahres in Höhe von 11,35 Milliarden Euro vorgenommen. Zum Vergleich: Die Marktforscher von Gartner rechnen 2012 mit einer Zunahme der weltweiten Unternehmensausgaben für Software von lediglich 4,3 Prozent auf 281 Milliarden Dollar.

Vor rund zwei Wochen hatte SAP Eckdaten bekannt gegeben. Schon da war klar, dass es das beste zweite Quartal der Konzerngeschichte sein würde. Konjunktursorgen kennt Europas größter Softwarehersteller offenbar nicht. Während andere Unternehmen ihre Prognosen reduzieren, eilen die Walldorfer von Rekord zu Rekord.

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So verkaufte SAP von April bis Juni deutlich mehr Software als Branchenexperten erwartet hatten: Die Lizenzerlöse kletterten auf eine neue Bestmarke von 1,06 Milliarden Euro. Ohne Berücksichtigung von Wechselkursen entspricht dies einem Plus von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Diese Einnahmen sind für den Konzern extrem wichtig, da sie die Grundlage für spätere Wartungserlöse bilden. US-Erzrivale Oracle konnte die Lizenzerlöse in seinem letzten Geschäftsquartal bis Ende Mai nur um sieben Prozent steigern.

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