Rekordumsatz von mehr als zehn Milliarden Dollar
Aktien-Vergütungen drücken Microsoft-Gewinn

Der Softwareriese Microsoft hat im zweiten Quartal seines Geschäftsjahres trotz eines Rekordumsatzes von mehr als zehn Milliarden Dollar einen deutlichen Gewinneinbruch einstecken müssen. Grund dafür war eine Änderung des Aktienvergütungsplans.

HB SEATTLE. Wegen der anziehenden Nachfrage nach Personalcomputern (PCs) schraubte das Unternehmen seine Umsatzerwartungen für das gesamte Geschäftsjahr nach oben, wie aus einer am Donnerstag nach Börsenschluss veröffentlichten Mitteilung hervorgeht. Hinweise in der Bilanz auf einen überraschend starken Rückgang langfristiger Software-Verträge enttäuschten jedoch die Anleger. Analysten sahen Microsoft dennoch gut positioniert, um von den steigenden Ausgaben der Unternehmen und Verbraucher zu profitieren. Der Kurs der Microsoft-Aktien fiel im nachbörslichen Handel um fast drei Prozent, erholte sich im Verlauf aber wieder etwas.

Das Unternehmen gab für das zweite Geschäftsquartal (per Ende Dezember) einen Reingewinn von 1,55 (Vorjahreszeitraum 1,87) Mrd. Dollar oder 14 (17) Cent je Aktie bekannt. Ohne Berücksichtigung von Aktien-Vergütungen und anderen Belastungen ergab sich ein Gewinn von 34 Cent je Aktie. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt einen Gewinn von 30 Cent je Aktie erwartet. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern damit begonnen, Vergütungen in Form von Aktien als Kosten zu verbuchen.

Der Umsatz legte auf 10,15 (8,54) Mrd. Dollar zu. Die durchschnittliche Analystenprognose hatte sich auf 9,74 Mrd. Dollar belaufen. Dagegen sank das so genannte bilanzierte Besitzeinkommen, das die Entwicklung der über mehrere Jahre laufenden Softwareverträge mit Firmenkunden widerspiegelt, im Vergleich zum Vorquartal um 395 Mill. Dollar und damit stärker als von Microsoft erwartet.

Dies war auch im ersten Geschäftsquartal so gewesen. Experten hatten den überraschend starken Rückgang des Besitzeinkommens damals unter anderem auf Zweifel an der Sicherheit von Microsoft-Software zurückgeführt, nachdem im Spätsommer der Computerwurm Blaster PCs mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows befallen hatten.

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