Rekordzahlen
Die zehn Erfolgsgeheimnisse von Apple

iPhone, iPad - MacBooks. Apple eilt von Erfolg zu Erfolg. Wie macht dieser Konzern das nur? Zehn Gründe, warum das Unternehmen so viel besser ist als jeder andere Konkurrent.
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DüsseldorfSchon länger ist Apple das wertvollste Unternehmen der Welt. Wie der Konzern zur Nummer eins wurde.

1. Der Netzwerkeffekt 

Die IT-Welt funktioniert nach anderen Regeln als der Rest der Wirtschaft. Eine besondere Rolle spielt der sogenannte Netzwerkeffekt. Beispiel Microsoft: In der Ära des PCs hatte der Konzern ein Quasi-Monopol im Bereich der Desktop-Betriebssysteme und der Office-Software. Der Grund: Sobald MS-DOS und später Windows gegenüber damals konkurrierenden Systemen wie CP/M nur einen hauchdünnen Vorsprung hatte, entwickelten Softwareentwickler vornehmlich für das Microsoft-System, um möglichst viele potentielle Kunden zu erreichen. Andererseits wurde die Microsoft-Plattform mit der verfügbaren Software auch für die Kunden immer attraktiver.

Die große Verbreitung von Office in der PC-Ära machte auch diese Software zum Quasi-Standard: Wer die Dokumente von Freunden, Kollegen und Geschäftspartnern lesen und bearbeiten wollte, musste zur Microsoft-Software greifen.

Im mobilen Markt hat nun Apple die Nase vorn. Kein Smartphone wird häufiger verkauft als das iPhone, kein Tablet findet mehr Absatz als das iPad. Zwar werden in absoluten Zahlen im Smartphone-Markt mehr Geräte mit Android-System verkauft – doch Android-Nutzer sind im Schnitt deutlich weniger bereit, Geld für Apps auszugeben. Auf Android-Konferenzen von Google beklagen Entwickler regelmäßig wie schwer es ist, mit Software für die Google-Plattform Geld zu verdienen. Daher bleibt Apples iOS-Plattform für Entwickler attraktiver – und die meisten verfügbaren Apps gibt es für das Apple-System. Das wiederum macht die Apple-Systeme auch für Anwender besonders attraktiv.

2. Flexibilität durch Zulieferer

Apple steht durch die Arbeitsbedingungen seiner Zulieferer viel in der Kritik. Das taiwanesische Unternehmen Foxconn, das vornehmlich in China produzieren lässt, wurde zum Symbol für Ausbeutung und schlechte Arbeitsbedingungen. In den USA beschäftigt der wertvollste Konzern der Welt gerade einmal rund 43.000 Mitarbeiter – bei Zulieferern rund um die Welt arbeiten 700.000 Arbeiter für Apple.

Apple schätzt an den Zulieferern aus Fernost aber nicht nur den Preis. Die „New York Times“ gewährte einen detaillierten Blick hinter das Zulieferer-System des Unternehmens, basierende auf drei Dutzend Interviews mit aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern von Apple, Geschäftspartnern, Regierungsmitarbeitern, Konkurrenten und Experten.

Das Ergebnis der Analyse: Die Zulieferer aus Fernost sind nicht nur preislich konkurrenzlos, sie bieten Apple außerdem eine einzigartige Flexibilität. Für einen Konzern wie Apple, der teils über Jahre im Geheimen entwickelt und Produkte dann in kürzester Zeit in vielen Ländern der Welt in großen Stückzahlen bereitstellen muss, ist die Skalierbarkeit der Produktion ein Schlüsselfaktor für den Erfolg. „Es gibt keine amerikanische Fabrik, die das leisten kann“, sagte ein Apple-Manager der Zeitung. Dem Bericht zufolge kam von Ex-Apple-Chef Steve Jobs persönlich nur Wochen vor dem Start des ersten iPhones 2007 ein plötzlicher Änderungswunsch: Der Prototyp, den er getestet hatte, wurde von den Schlüsseln in derselben Tasche zerkratzt. „Ich werde kein Produkt verkaufen, das zerkratzt wird“, soll Jobs gesagt haben, „Ich will einen perfekten Glas-Bildschirm – und ich will ihn in sechs Wochen“. 8.000 Mitarbeiter in China wurden mitten in der Nacht aufgeweckt, um die Glasbildschirme zu montieren. Innerhalb weniger Tage war die Produktion umgestellt und die Firma produzierte 10.000 iPhones am Tag.

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