Research in Motion
Mit Blackberrys den Gewinn verdoppelt

Die Ergebniserwartungen für Research in Motion (RIM), den kanadischen Anbieter von Smarthandys, waren hoch gesteckt. Mit seinem Blackberry hat er bei Profis fast ein Monopol und seine jüngsten Modelle zielen auch auf den Verbrauchermarkt. Und das Unternehmen hat die Erwartungen sogar noch übertroffen.

Wegen der Probleme im Finanzsektor, dem Hauptkundenkreis für Blackberrys, fokussierten sich Anleger indessen stark auf die Zukunft. RIMs Prognose für das vierte Quartal fiel optimistisch aus, was nach den guten Ergebnissen von Oracle weiter zur leichten Entspannung bei den Hightech-Werten beitrug.

Im dritten Quartal seines laufenden Geschäftsjahres verdoppelte der Handyhersteller seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr auf 1,67 Mrd. US-Dollar. Der Reingewinn hat sich gleichzeitig von 175,2 auf 370,5 Mill. Dollar oder 65 Cent pro Aktie mehr als verdoppelt. Analysten hatten im Schnitt mit 1,65 Mrd. Dollar Erlösen und einem Gewinn von 62 Cent pro Anteil gerechnet.

Neue Modelle wie Blackberry Curve und 8820, die WiFi-fähig sind, sowie die internationale Expansion sorgten dafür, dass RIM im Quartal 3,9 Mill. Smarthandys verkaufte und 1,65 Mill. neue Abonnenten für den Kommunikationsdienst des Unternehmens gewann, der mittlerweile rund 12 Mill. Kunden zählt. Laut RIM-Chef Jim Balsillie waren die Blackberrys im Quartal nicht nur bei großen und kleinen Unternehmen, sondern zunehmend auch auf dem Verbrauchersektor erfolgreich, wo der Anbieter direkt gegen das Apple iPhone konkurriert.

Für das laufende Quartal rechnett RIM mit 1,8 bis 1,87 Mrd. Dollar Umsatz und 66 bis 70 Cent pro Aktie an Reingewinn. Im nachbörslichen Handel zog der RIM-Kurs, der bereits im regulären Handel gestiegen war, nochmals um 6,7 Prozent an. Obwohl die Notierung von ihrem Hoch von Anfang November etwas fiel, liegt sie immer noch mehr als doppelt so hoch wie am Anfang des Jahres.

Quelle: Handelsblatt
Jens Eckhardt
Handelsblatt / Korrespondent
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