Research in Motion: Noch mehr Abgänge bei Blackberry-Macher RIM

Research in Motion
Noch mehr Abgänge bei Blackberry-Macher RIM

Der deutsche CEO von RIM meint es offenbar ernst mit dem Umbau des erfolglosen Technologieunternehmens. Nachdem Thorsten Heins letzte Woche eine Reihe von Top-Managern gefeuert hat, müssen offenbar noch mehr Manager gehen.
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New YorkDer operative Chef, der Technologie-Chef und der Co-CEO mussten bereits letzte Woche gehen. Nun sind ihnen laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ weitere „Top-Manager“ gefolgt. Das Blatt beruft sich auf Personen, die dem Unternehmen nahe stehen. Eine Sprecherin wollte die Informationen des Blatts nicht bestätigen.

Dass das Unternehmen den Kampf gegen die Konkurrenz von Google und Apple zu verlieren scheint, ist aber keine Neuigkeit. Letzte Woche gab CEO Thorsten Heins dramatische Ergebnisse bekannt: Statt eines Gewinns wies RIM für das Jahr 2011 einen Nettoverlust von 125 Millionen Dollar aus.

„Ich bin überzeugt, dass grundlegende Änderungen notwendig sind“, sagte RIM’s neueste Hoffnung Heins nach der Bekanntgabe der Ergebnisse. „Der Eindruck, den ich von RIM nach zwei Tagen als CEO hatte, unterscheidet sich erheblich von dem, den ich nach zehn Wochen als CEO habe.“

Als Hoffnungsschimmer gilt ein komplett überarbeitetes Betriebssystem und ein neues Smartphone. „Der neue Blackberry 10 kann viel mehr als das iPhone“, sagte Heins dem Handelsblatt im Januar. Der Launch ist für dieses Jahr angekündigt.

Ein Erfolg ist dringend nötig, denn gerade die neuen Blackberry-Geräte finden keine Käufer mehr. Im ersten Quartal des neuen Jahres wurden zwar gut elf Millionen Blackberrys verkauft, doch zum großen Teil waren das billige Einsteigermodelle. Bei den Top-Modellen entscheiden sich die Kunden für Apple- oder Android-Geräte.

Man liege mit dem Blackberry 10 „im Plan“, sagte Heins vor der Presse letzte Woche. Doch darauf, dass das neue Gerät und das dazugehörige Betriebssystem ein Hit wird, will er sich offenbar nicht verlassen. Er schließt sogar einen Verkauf des Unternehmens nicht mehr aus.

Michaël Jarjour
Michaël Jarjour
Handelsblatt / Freier Journalist

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