Retek-Management empfiehlt Annahme
Oracle bietet mehr für Retek als SAP

Der Übernahmekampf zwischen dem deutschen Softwarekonzern SAP und dem US-Wettbewerber Oracle um das Softwarehaus Retek geht in die nächste Runde.SAP hat am Donnerstag sein Übernahmeangebot an die Retek-Aktionäre um 29 Prozent aufgestockt.

HB WALLDORF/SAN FRANCISCO. Wie Oracle mitteilte, hat der Konzern bereits 5,5 Millionen Retek-Aktien gekauft und damit fast zehn Prozent aller ausstehenden Aktien. Das jüngste Gebot bewertet Retek mit rund 631 Millionen Dollar (478 Mio Euro). SAP hatte erst am Donnerstag seine Offerte von 8,50 Dollar auf 11 Dollar je Aktie erhöht. Das Retek-Management hatte zudem seine Unterstützung des SAP-Angebots bekräftigt und den Aktionären die Annahme empfohlen. Zu dem neuen Oracle-Vorstoß wollte SAP sich am Freitag nicht äußern. „Die einzige Aussage von SAP ist: Kein Kommentar“, sagte ein Sprecher.

Retek ist ein Softwarespezialist, der sich auf Software für große Handelskonzerne in aller Welt spezialisiert hat. Dies wird als lukrativer und rasch wachsender Software-Bereich gesehen. Retek- Aktien waren am Donnerstag an der elektronischen NASDAQ-Börse weiter massiv um 10,7 Prozent auf 11,65 Dollar in die Höhe geschossen und lagen damit bereits höher als die neue Oracle-Offerte.

Oracle sei in Nordamerika größer als SAP und wolle seine Spitzenposition verteidigen, sagte Oracle-Chef Larry Ellison bei Vorlage des neuen Angebots für Retek. Bei Unternehmenssoftware liegt Oracle global jedoch hinter SAP auf Platz zwei. Derzeit integriert Oracle die für 10,3 Milliarden Dollar übernommene US-Softwarefirma PeopleSoft. Wie Oracle am Firmensitz in Redwood Shores (Kalifornien) mitteilte, ist Finanzchef Harry You zurückgetreten. You werde Unternehmenschef der Beratungsfirma Bearingpoint mit 16 000 Beschäftigten. Er hatte seinen Posten erst im vergangenen Jahr angetreten. Safra Katz, einer der beiden Oracle-Präsidenten, werde zusätzlich auch amtierender Finanzchef bis ein neuer gefunden sei.

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