RIM
Blackberry will im Februar Aufholjagd starten

Thorsten Heins, der neue Boss des Blackberry-Herstellers RIM, plant einen Großangriff: Ab Februar „werden wir eine Flut von neuen Apps sehen. Dann reden wir von mehreren Hunderttausend.“
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Mit der angeschlagenen Handymarke Blackberry soll es ab Februar wieder aufwärts gehen - zumindest wenn es nach dem Willen von Thorsten Heins, dem neuen Blackberry-Chef, geht. „Wenn das Softwareupdate im Februar erst einmal draußen ist, werden wir eine Flut von neuen Apps sehen. Dann reden wir von mehreren Hunderttausend“, sagte Heins im Interview mit dem Handelsblatt.

Blackberry war einst die führende Marke unter den Smartphones - das sind Handys, mit denen man auch E-Mails empfangen und im Internet surfen kann. Doch der rasante Aufstieg von Apples iPhone droht das Blackberry zu marginalisieren. Ein Grund: Die Blackberry-Führung hat es versäumt, für ausreichend viele der kleinen, bei Konsumenten so beliebten Programme (Apps) zu sorgen.

Nutzer des iPhones stehen gut zehnmal so viele dieser Apps zur Verfügung. Das soll sich nun ändern, wenn mit der neuen Version des Blackberry-Betriebssystems QNX auch Android-Apps laufen sollen. Das ursprünglich von Google entwickelte freie Android-Segment entwickelt sich derzeit sehr schnell und bietet Nutzern zahlreiche Möglichkeiten auf unterschiedlichen Geräten.

Allerdings hat die Innovation einen entscheidenden Nachteil: Von dem Update werden zunächst nur Besitzer des Blackberry-Tablets „Playbook“ profitieren. Erst im weiteren Jahresverlaufs will Blackberry-Hersteller RIM ein Smartphone vorstellen, dass mit dem neuen Betriebssystem läuft.

Heins räumte ein, die Firma habe in der Vergangenheit Fehler gemacht. „Zuletzt haben wir oft nicht früh genug erkannt, wie sich die Wünsche der Kunden ändern“, sagte er. Daher würden neue Blackberry-Geräte deutlich mehr auf den Konsumenten zugeschnitten sein, ohne dabei die Herkunft aus dem Berufsalltag zu verleugnen.

Deutlich wies er Spekulationen von Hedge-Fonds zurück, die Firma werde die möglichen Erfolge der Aufholjagd gar nicht mehr erleben. „Wir machen Gewinn seit einer Unzahl von Quartalen und wir haben 1,5 Milliarden Dollar auf der hohen Kante. Ich kann nicht erkennen, warum wir nicht durchhalten sollten“, sagte er.

Astrid Dörner ist Korrespondentin in New York.
Astrid Dörner
Handelsblatt / Deskchefin Agenda

Kommentare zu " RIM: Blackberry will im Februar Aufholjagd starten"

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  • "Blackberry will im Februar Aufholjagd starten"

    Womit wollen die aufholen?
    Ihr grösstes Highlight nämlich die Verschlüsselung von Mails haben die äusserst dämlichen Manager von RIM ohne Not aufgegeben.
    RIM hat sich von etlichen Staaten korrumpieren lassen, statt auf das "Wachstum" in solchen zweifelhaften Staaten lieber zu verzichten.
    So etwas macht man nicht ungestraft.

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