RIM-Prognose
Kurs von Blackberry-Hersteller stürzt ab

Die RIM-Aktie fällt ins Bodenlose. Im Jahresverlauf hatte sie bereits rund 40 Prozent verloren. Nun meldet der Blackberry-Hersteller neue Hiobsbotschaften.
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San FranciscoKurssturz bei RIM. Nach verheerenden Aussagen zur kurzfristigen Zukunft brachen die Aktien des Blackberry-Herstellers nachbörslich um bis zu 16 Prozent ein.

Die Probleme bei Research in Motion nehmen kein Ende. Der Umsatz im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2012 lag mit 4,9 Milliarden Dollar um 16 Prozent über dem Vorjahreswert, aber um 12 Prozent unter dem Quartal zuvor. Der Absatz von 13,2 Millionen Blackberry-Smartphones liegt weit unter den Erwartungen mit rund 14 Millionen Stück.

Wie auch Konkurrent Nokia verliert RIM derzeit Marktanteile an Apples iPhone und die starke Konkurrenz rund um Googles Android, an der Spitze Samsung, HTC und Motorola. RIMs Problem: Das Unternehmen ist in einer kompletten Umgestaltungsphase, in der von einem alten Betriebssystem der Smartphones auf ein neues umgestellt wird, und die Einführung der neuen Modelle verzögert sich immer weiter.

„Das Geschäftsjahr hat schwierig begonnen und der Einbruch, den wir im ersten Quartal gesehen haben, setzt sich auch im laufenden Quartal fort“, räumt Co-CEO Jim Balsillie ein. Neue Produkte werden „im späten August“ auf den Markt kommen statt im laufenden Quartal. Die Prognosen werden deshalb gesenkt.

Der Umsatz im zweiten Geschäftsjahresquartal 2012 wird jetzt zwischen 4,2 und 4,8 Milliarden Dollar erwartet, also erneut unter dem vorherigen Quartal. Der Gewinn pro Aktie wird zwischen 0,75 und 1,05 Dollar erwartet. Im gesamten Jahr wird jetzt ein Gewinn pro Aktie in der Range von 5,25 bis 6 Dollar prognostiziert, der vorherige Wert lag bei 7,50 Dollar.

Die RIM Aktie hatte im Jahresverlauf bereits vor dem heutigen nachbörslichen Kurssturz rund 40 Prozent verloren.

Angesichts der Situation wird jetzt ein Kostensenkungsprogramm aufgelegt, zu dem auch Entlassungen gehören werden, teilte das Unternehmen mit. Gleichzeitig wird ein Aktienrückkaufprogramm aufgelegt, um den Kurs zu stabilisieren. Bis zu fünf Prozent der Aktien sollen zurückgekauft werden.

Die Kosten der Strukturreformen und Entlassungen sind noch nicht in den aktuellen Zahlen berücksichtigt, so RIM. Die Maßnahmen werden im laufenden Quartal beginnen und sollen im kommenden Quartal bereits positive Effekte zeigen.

Vom neuen Tablet-PC PlayBook wurden 500 000 Stück im Quartal abgesetzt. Das ist zwar immer noch Lichtjahre von Apples iPad-Verkäufen entfernt, aber nicht so schlimm wie zunächst von Analysten befürchtet.


Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
Handelsblatt / Korrespondent

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  • Die einzige Berry die was taugt ist die Halle Berry und die ist bei mir ganz hoch im Kurs.

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