RIM-Quartalszahlen
Blackberry schmeckt dem Markt nicht mehr

Der deutsche Chef hat den kanadischen Blackberry-Hersteller RIM bisher nicht wieder auf Gewinnkurs gebracht: RIM meldete Umsatz- und Gewinneinbrüche. Die Nachricht hatte gravierende Folgen am Aktienmarkt.
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WaterlooDer Blackberry-Anbieter RIM hat erneut ein enttäuschendes Quartal hinter sich. Der Umsatz brach um ein Viertel auf rund 4,2 Milliarden Dollar ein, wie das kanadische Unternehmen am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Unterm Strich gab es in dem Anfang März abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal einen Verlust von 125 Millionen Dollar nach 934 Millionen Dollar Gewinn ein Jahr zuvor.

RIM (Research In Motion) kämpft schon seit einiger Zeit mit schweren Absatzproblemen. Der aus Deutschland stammende neue Chef Thorsten Heins soll das Steuer herumreißen. RIM prüft nach seinen Worten diverse „strategische Möglichkeiten“ inklusive Partnerschaften und Gemeinschaftsunternehmen. Der langjährige Co-Chef Jim Balsillie verlässt jetzt auch den Verwaltungsrat.

Heins hofft weiterhin auf das nächste Betriebssystem Blackberry 10, das nach mehreren Verzögerungen nun bis Ende des Jahres erscheinen soll. Im Mai sollen erste Prototypen präsentiert werden. Heins will die Stärke im Unternehmensgeschäft wiedergewinnen und verwies auf eine weiterhin wachsende Basis von 77 Millionen Blackberry-Kunden. Heins, der 2007 aus der früheren Kommunikationssparte von Siemens zu RIM kam, merkte zugleich an, dass er erst seit zehn Wochen auf dem Chefposten sei.

Umsatz und Ergebnis fielen schlechter aus als am Markt erwartet. Die Aktie wurde nachbörslich zunächst vom Handel ausgesetzt und rauschte dann nach unten. Nach wenigen Minuten lag das Minus bei knapp acht Prozent, dann erholte sich der Kurs wieder bis auf einen Abschlag von rund zwei Prozent.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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