Robbie Williams und Moby sollen Wachstum sichern
EMI rechnet mit schwachem Halbjahr

Der britische Musikkonzern EMI rechnet für sein erstes Geschäftshalbjahr mit weniger Umsatz und Gewinn. Neue Albums von Sängern wie Robbie Williams, Norah Jones und Moby sollen dem weltweit Branchendritten auf das ganze Jahr gesehen aber das in Aussicht gestellte Wachstum sichern.

HB LONDON. Für die sechs Monate bis zum 30. September 2006 erwartet EMI auf Basis erster Schätzungen einen Umsatzrückgang um drei Prozent, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Beim Gewinn vor Steuern, Abschreibungen und Sonderposten sei ein Minus von 34 Prozent auf 27 Mill. Pfund (rund 40 Mill. Euro) wahrscheinlich. In der CD-Sparte EMI Music werde der Umsatzrückgang auf Basis konstanter Wechselkurse bei vier Prozent liegen. Zur Begründung hieß es, viele wichtige Alben sollten erst in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahrs in die Geschäfte kommen.

Das stark wachsende Segment der digitalen Musikverkäufe etwa über Internetportale steuerte den Angaben zufolge im ersten Halbjahr rund neun Prozent zum Umsatz von EMI Music bei und lag damit unter dem Branchendurchschnitt von elf Prozent. Positiv schlug sich dagegen ein im April angekündigtes Sparprogramm nieder.

Auf der Veröffentlichungsliste bis zum Ende des Geschäftsjahrs am 31. März 2007 stehen bei EMI auch die Namen von Künstlern wie Tina Turner, All Saints, Depeche Mode und den Beatles. „Die geplanten Albumveröffentlichungen, das anhaltende Wachstum beim digitalen Umsatz und die Umsetzung der angekündigten Kosteneinsparungen dürften in der zweiten Hälfte des Finanzjahrs zu starkem Umsatz- und Gewinnwachstum führen“, hieß es in der Mitteilung.

Der Analyst Paul Richards von Numis betonte, beim Vergleich der Halbjahreszahlen mit dem Vorjahr müsse berücksichtigt werden, dass zu diesem Zeitpunkt 2005 mit „X&Y“ von Coldplay bereits ein millionenfach verkauftes Album veröffentlicht gewesen sei. „Wir reden von einem Vorsteuergewinn im Gesamtjahr von rund 170 Mill. Pfund, und im ersten Halbjahr sind es nur 27 Millionen“, sagte er.

EMI hatte Ende Juli seine Übernahmepläne für den Konkurrenten Warner Music Group - die weltweite Nummer vier der Branche - vorerst begraben. Beide Unternehmen hatten mehrere vergebliche Anläufe für eine gegenseitige Übernahme für fast vier Mrd. Euro gestartet, um den Branchenführern Universal und Sony BMG die Stirn zu bieten. Nach der Aufhebung der Fusionsgenehmigung für die Musiksparten von Bertelsmann und Sony zu Sony BMG durch ein EU-Gericht hatte es Zweifel gegeben, ob die Behörden eine weitere Konsolidierung der Branche zulassen würden."

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%