Rocket Internet: Samwer kann Verluste bei großen Beteiligungen drücken

Rocket Internet
Samwer kann Verluste bei großen Beteiligungen drücken

Rocket Internet macht bei seinen wichtigsten Beteiligungen Fortschritte. Im ersten Halbjahr verbesserte sich die Rendite, und die Verluste sanken. Doch die Internet-Holding steckt immer noch tief in den roten Zahlen.

BerlinDie Startup-Schmiede Rocket Internet sieht ihre größeren Beteiligungen trotz anhaltender Verluste auf gutem Weg. Im ersten Halbjahr habe sich die Rendite für den bereinigten Gewinn (Ebitda-Marge) in Summe auf minus 17 Prozent von minus 32 Prozent vor Jahresfrist verbessert, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Die absoluten Verluste im operativen Geschäft seien um 84 Millionen Euro gesunken.

„Wie die Ergebnisse für das erste Halbjahr 2016 zeigen, haben unsere wesentlichen Beteiligungen weitere Fortschritte auf dem Weg in Richtung Profitabilität gemacht“, sagte Rocket Internet-Chef Oliver Samwer. Man sei auf Kurs, die hier die gesteckten Ziele zu erreichen. „So gehen wir davon aus, dass mindestens drei unserer wesentlichen Beteiligungen Ende 2017 profitabel sein werden.“

Rocket selbst hatte schon Anfang des Monats Zahlen vorgelegt. Der drastische Wertverlust seiner Modehandels-Beteiligungen hatte die Internet-Holding tief in die roten Zahlen gedrückt. Der Verlust summierte sich im ersten Halbjahr auf 617 Millionen Euro. Allein auf die Global Fashion Group (GFG), in der Rocket eine Reihe von Online-Modeläden außerhalb Europas gebündelt hat, musste das Unternehmen 383 Millionen Euro abschreiben.

Bei den angestrebten Börsengängen von einigen seiner Start-ups lässt sich Rocket weiter nicht in die Karten schauen. Finanzchef Peter Kimpel bekräftigte diese Pläne zwar grundsätzlich, nannte aber keinen konkreten Termin. Dies hänge nicht nur vom Geschäftsverlauf der einzelnen Unternehmen ab, sondern vor allem auch vom Umfeld an den Kapitalmärkten, sagte der Manager am Donnerstag in einer Telefonkonferenz. „Wir schauen uns an, wo die Märkte stehen und wo unsere Firmen stehen."

Rocket hatte vor rund einem Jahr Börsengänge binnen 18 Monaten in Aussicht gestellt. „Wir haben noch einige Monate“, sagte Kimpel dazu.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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